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        <title>SPOT ON: #Raumpraxis</title>
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                <abstract>Offizielle Begr&#252;&#223;ung der Teilnehmenden an der ABK Stuttgart</abstract>
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                <title>Er&#246;ffnung</title>
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                <abstract>Einf&#252;hrung in die Tagungsinhalte, Abl&#228;ufe und das Programm</abstract>
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                <title>Architektur- und Designlehre an der ABK</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Workshop</type>
                <date>2026-10-08T15:50:00+00:00</date>
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                <duration>01:30</duration>
                <abstract>In diesem Workshop werden praxisorientierte Einblicke in Gestaltungsaufgaben gegeben, die im Rahmen des Teilstudiengangs Intermediales Gestalten (IMG) des K&#252;nstlerischen Lehramts an ABK in den Bereichen der Architektur- und Designlehre durchgef&#252;hrt werden.</abstract>
                <slug>spot-on-88-architektur-und-designlehre-an-der-abk</slug>
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                <title>Klang als Raum &#8212; immersive Audio-Architekturen in einem Ambisonic-System Teil 1</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Workshop</type>
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                <abstract>Ein Raum aus Klang. 20 Lautsprecher und ein Subwoofer, angeordnet als Kugel. Zuh&#246;rende befinden sich nicht vor der Klangquelle, sondern mitten in ihr. Ein immaterieller Raum &#8211; konstruiert aus Klang.
Teilnehmende des Workshops erkunden, wie sich immaterieller Raum durch Klang konstruieren l&#228;sst. Feldaufnahmen werden dekonstruiert, zerschnitten und neu montiert &#8211; und f&#252;r das 20-kanalige Ambisonics-System dreidimensional arrangiert. Raum wird hier nicht beschallt: Er wird aus Klang konstruiert. Es entstehen neue klangliche, immersive Audio-Architekturen.
Das verwendete Ambisonics-System wurde vom Stuttgarter Kollektiv sh|ft ensemble entwickelt. Das System ist transportabel, kosteng&#252;nstig und Open-Source. Andere Institutionen k&#246;nnen es selbst nachbauen.
Der Workshop verbindet Praxis mit Reflexion. Welche Raumvorstellungen sind in unseren Aufnahmen bereits eingeschrieben? Was geht verloren, wenn wir einen Raum aufzeichnen &#8211; und was entsteht neu, wenn wir ihn Raum dreidimensional (re)konstruieren? Wie l&#228;sst sich diese Praxis vermitteln?

Tag 1 (120 Min.) beginnt mit einer praktischen Einf&#252;hrung in das System und seine
k&#252;nstlerischen M&#246;glichkeiten, danach startet die Arbeitsphase: Teilnehmende erstellen
Feldaufnahmen und Kl&#228;nge. Diese werde anschlie&#223;end mit der Software Reaper
zerschnitten und neu montiert.

Tag 2 (90 Min.) Finalisierung der Audiomontage und Zuweisung der Kl&#228;nge f&#252;r die 20
Lautsprecher des Ambisonic-Systems. Anschlie&#223;end gemeinsames H&#246;ren und Reflexion der
entstandenen Arbeiten &#8211; &#228;sthetisch, didaktisch und im Hinblick auf die &#220;bertragbarkeit in
eigene Lehrformate.</abstract>
                <slug>spot-on-71-klang-als-raum-immersive-audio-architekturen-in-einem-ambisonic-system-teil-1</slug>
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                <title>Play the wild Rover</title>
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                <type>Workshop</type>
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                <abstract>In diesem hands-on Workshop werden wir mit kleinen ferngesteuerten Rovern arbeiten und deren didaktisches Potential im &#220;bergangsraum zwischen Design, Kunst und Technik erkunden. Diese Rover habe ich als Teilprojekt f&#252;r meine Dissertation mit dem Titel &quot;Das Baukastenparadigma - Bauk&#228;sten als Vermittler zwischen Design und Technik&quot; entwickelt. Wie der Titel bereits andeutet, interessierte mich in meinem praxisgeleiteten PhD-Projekt, wie interdisziplin&#228;re Produktentwicklung gelingender gestaltet werden kann und Disziplingrenzen durchl&#228;ssiger werden, ganz im Sinne des Bildungsforschers und Mathematikers Papert: &#8222;My challenge is not to the sovereignty of the intellectual territories but to the restrictions imposed on easy movement among them.&#8220; (Papert 2020, S. 44). Eine Forderung, die meines Erachtens nicht nur f&#252;r einen MINT-Kontext gelten sollte.

Im Zentrum meiner Dissertation standen Bauk&#228;sten als objektbasierte Vermittler. Diese k&#246;nnen als Sammlungen von (re-)kombinierbaren Modulen und Bausteinen leicht vielerlei Gestalt annehmen und deshalb immer wieder f&#252;r neue Aufgaben herangezogen werden. Bauk&#228;sten erm&#246;glichen es mit Fehlern umzugehen und iterativ zu arbeiten. Funktionierende Aufbauten k&#246;nnen au&#223;erdem als strukturierte Baupl&#228;ne und Baus&#228;tze weitergegeben werden. F&#252;r meine PhD-Forschung diente mir die Roverthematik als ein konkreter Anwendungsfall, um eine Lern- und Entwicklungsumgebung mithilfe von Bauk&#228;sten zu gestalten. Der Arbeit von Papert und Resnick (vgl. Resnick 2020) folgend, habe ich f&#252;r das bewusste Zusammenstellen von Handlungsm&#246;glichkeiten durch unterst&#252;tzendes Material und Werkzeuge den Begriff &apos;erm&#246;glichende Infrastruktur&apos; vorgeschlagen.

Die Rover basieren daher ma&#223;geblich auf dem Lego-Baukastensystem und auf dem Arduino-&#214;kosystem. Sie sind damit Konglomerate aus verschiedenen technischen Dom&#228;nen, deren Zusammenspiel so ausgelegt wurde, dass die Rover in unterschiedlichen spielerischen Kontexten eingesetzt werden k&#246;nnen. Wie ihre Vorbilder aus der Raumfahrt, die fremde Welten erkunden und neue Perspektiven erm&#246;glichen, sind die Rover als Erweiterungen menschlicher Pr&#228;senz zu sehen.

In diesem Sinne l&#228;dt der Workshop zun&#228;chst zum Spielen und Erkunden ein. Die Rover sollen aber auch als &apos;erm&#246;glichenden Infrastruktur&apos; kennengelernt werden. Denn der baukastenbasierte Aufbau ist dazu gedacht, mit neuen Teilen erweitert und f&#252;r neue Aufgaben ausgestattet zu werden. Ebenso ist erlaubt, in die bestehenden Strukturen der Rover einzugreifen und je nach Aufgabe gew&#252;nschte oder ben&#246;tigte Ver&#228;nderungen, beispielsweise in der Programmierung, herbeizuf&#252;hren. Erweiterbarkeit und Ver&#228;nderbarkeit sind die zentralen Eigenschaften, um im kreativen Tun Technik erfahrbar und im besten Fall beherrschbar zu machen.


Literatur:
Papert, Seymour A. (2020). Mindstorms; Children, Computers and Powerful Ideas. New York: Basic Books.
Resnick, Mitchel (2020). Lifelong Kindergarten; Warum eine kreative Lernkultur im digitalen Zeitalter so wichtig ist. Berlin: Bananenblau.</abstract>
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                <title>Deine Zeichnung betritt den Raum. KI basierte augmented reality Szenen mit Bleistift</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Workshop</type>
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                <abstract>In diesem praxisorientierten Workshop werden wir die Welt der lokalen KI-gest&#252;tzten Bildverarbeitung und 3D-Modellierung erkunden. KI-Modelle verf&#252;gen &#252;ber die F&#228;higkeit, anhand von Licht und Schatten, dem Verlauf von Linien und weiteren visuellen Hinweisen die Tiefeninformation einer Szene zu interpretieren. Diese F&#228;higkeit erlaubt es ihnen, die r&#228;umlichen Beziehungen innerhalb einer Szene zu verstehen und daraus dreidimensionale Objekte zu konstruieren.

Wir werden diesen auch im Schulkontext gut anwendbaren Prozess anhand von eigenen r&#228;umlich interpretierbaren Bleistiftzeichnungen erkunden. Diese Zeichnungen verwenden wir als Grundlage f&#252;r die Berechnung von 3D-Objekten. Im Anschluss werden diese Objekte in Augmented-Reality Anwendungen eingebettet, die sich dann nahtlos und frei skalierbar mithilfe des eigenen Smartphones in den realen Raum integrieren lassen.</abstract>
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                <title>A Praise for TechnoGaia</title>
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                <abstract>There is no Silence in the Earth &#8211; so silent As that endured Which uttered, would discourage Nature And Haunt the World Begegnen wir dem Raum im Kontext von Technologie, Kunst und P&#228;dagogik mit einer Hommage an TechnoGaia. Gemeint ist damit allerdings nicht die Personifizierung des blauen Planeten &#187;Erde&#171;, unser aller Lebensraum, als ein mythologisches Lebewesen - als G&#246;ttin oder Mutter - vielmehr lade ich ein, Gaia als eine sich entwickelnde Eigenschaft kennenzulernen, die wir alle teilen: die F&#228;higkeit zur Symbiose um gesellschaftliche Handlungsr&#228;ume neu zu verstehen.
Die Biologin Lynn Margulis erkl&#228;rte die Entstehung der meisten Neuerungen in der Evolution durch Symbiogenese, also der Vereinigung unterschiedlicher Organismen zu neuen K&#246;rpern. Gaia ist ihr zufolge eine gewaltige Menge interagierender &#214;kosysteme.
In unserer auf Individualisierung ausgerichteten Gesellschaft f&#228;llt es uns schwer K&#246;rper jenseits ihrer physiognomischen und funktionalen Differenz im sozio-kulturellen Raum begreifen. 
The Symbiotic Approach versucht Gegennarrative zu erz&#228;hlen, indem wir uns den Begriff aneignen und durch rituelle k&#246;rperliche &#220;bungen auf unsere K&#246;rper im Raum &#252;bertragen. Technologische Hilfsmittel wie Smartphones helfen uns, diese symbiotische Relation zu vermitteln. Mit A Praise for TechnoGaia begehen wir gemeinsam ein technologisiertes, antimythologisches Ritual f&#252;r eine lebendige Erde als Hyperobject.</abstract>
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                <room>Glaskasten, Neubau 1</room>
                <title>Einschreiben, Umschreiben, Aushandeln. Schrift als Praxis r&#228;umlicher Transformation</title>
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                <type>Workshop</type>
                <date>2026-10-08T15:50:00+00:00</date>
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                <abstract>Der Workshop untersucht Schrift als k&#252;nstlerisches und kunstp&#228;dagogisches Mittel der Raumpraxis. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Schrift R&#228;ume aktiv hervorbringt, indem sie orientiert, adressiert, markiert, reguliert, &#246;ffnet, ausschlie&#223;t, sichtbar macht oder Widerstand erzeugt. Damit ist Schrift kein neutrales Kommunikationsmittel, sie wird zu einer materiell, k&#246;rperlich, sozial und politisch wirksamen und gestaltbaren Praxis im Raum.
Im Rahmen des Workshops erkunden wir zun&#228;chst den Tagungsort als beschrifteten Raum. Wir sammeln und kartieren vorhandene Texte, Zeichen, Hinweise, institutionelle Beschriftungen, Leitsysteme, Verbote, Schwellen und unscheinbare Schriftspuren. Anschlie&#223;end betrachten wir k&#252;nstlerische Positionen zum Thema und entwickeln in Kleingruppen tempor&#228;re, reversible Schriftinterventionen, die r&#228;umliche Ordnungen irritieren, alternative Lesarten er&#246;ffnen oder Fragen von Zug&#228;nglichkeit, Sichtbarkeit und Teilhabe verhandeln.
Im Zentrum steht Schrift als Material, Handlung und soziale Setzung: Wo steht Schrift? Wer spricht durch sie? Wer wird adressiert? Welche K&#246;rperbewegungen erzeugt sie? Welche R&#228;ume &#246;ffnet oder verschlie&#223;t sie? Wie kann sie hegemoniale Raumordnungen sichtbar machen oder verschieben? Welche kunstp&#228;dagogischen Anschl&#252;sse ergeben sich daraus?</abstract>
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                <title>Kritisches Kartieren als Praxis k&#252;nstlerischer Forschung. Aufdecken unsichtbarer (Ge)Schichten im Stadtraum Stuttgarts</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Workshop</type>
                <date>2026-10-08T13:30:00+00:00</date>
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                <abstract>Der Workshop versteht sich als tempor&#228;res k&#252;nstlerisches Forschungslabor, das die kritische Erforschung unsichtbarer sozialer, kultureller und &#246;kologischer (Ge)Schichten im urbanen Raum von Stuttgart erforscht und die entdeckten Einsichten in eine k&#252;nstlerische Karte transformiert.
Orte haben kulturelle Bedeutungen, welche durch Funktionen und Handlungen entstehen und sich auf den weiteren Gebrauch des Ortes auswirken (vgl. Foucault 1967/1997, S. 262 ff.). Orte zeigen Spuren aus der Vergangenheit, bergen Erinnerungen, erz&#228;hlen von Erlebnissen und regen aktuelle Handlungen und Imaginationen f&#252;r Zuk&#252;nftiges an (vgl. Brohl 2023, S. 96-97). All diese unterschiedlichen Dimensionen eines Ortes liegen wie Schichten eng zusammen, &#252;berdecken und verbergen manches, wodurch es oftmals unsichtbar scheint.
Kritisches k&#252;nstlerisches Kartieren ist eine entdeckende, aufdeckende, fragende Praxis vielf&#228;ltiger (Ge)Schichten vom Ort. Es zielt darauf ab, noch nicht artikulierte, noch nicht sichtbare Verh&#228;ltnisse zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteur:innen und der Stadt Stuttgart sichtbar und damit politische, soziale, &#246;kologische und kulturelle Machtverh&#228;ltnisse der Reflexion zug&#228;nglich zu machen. Gleichzeitig er&#246;ffnet kritisches Kartieren einen Raum f&#252;r spekulative Imagination: durch spielerische, experimentelle und &#228;sthetisch-forschende Interventionen wird das Unsichtbare ins Sichtbare transformiert &#8211; nicht um es zu &#8222;erkl&#228;ren&#8220;, sondern um neue Beziehungen zum Raum zu erfinden, zu erproben und zu imaginieren.
K&#252;nstlerische Forschung nutzt den Stadtraum Stuttgart als kritischen Bezugspunkt, um bislang unerforschte (Ge)Schichten der Stadt zu erkunden. Sie untersucht nicht nur historische und aktuelle Formen des kulturellen Gebrauchs urbaner R&#228;ume, sondern auch die darin verankerten Konfliktpotentiale. Gleichzeitig bleibt sie offen f&#252;r jene noch nicht erkannten Potentiale, die im Unsichtbaren liegen: M&#246;glichkeiten, andere, nachhaltigere, und kreativere Formen des Zusammenlebens und der Raumnutzung zu entwerfen. In diesem Sinne ist k&#252;nstlerisches Kartieren eine Methode zur Aufdeckung verborgener und verdeckter (Ge)Schichten und zur Transformation kultureller Bedeutungen vom Ort. Dabei wird k&#252;nstlerisches Kartieren als Praxis des Deep Mapping verstanden &#8211; einer Methode, die nicht auf Reduktion, sondern auf die Vermittlung von Vielschichtigkeit, Kontextualit&#228;t und narrativer Dichte abzielt (vgl. Bloom / Sacramento 2017). In diesem Workshop bilden der Campus und die nahegelegene Umgebung ein exemplarisches k&#252;nstlerisches Forschungsfeld.


Literatur: 
Brohl, C. (2023). K&#252;nstlerische Forschung und Nachhaltigkeit: Ein k&#252;nstlerisches Forschungsprojekt &#8220;4 questions about nature&#8221;. Cinema &amp; Territ&#243;rio, (8), 89&#8211;114.
N&#246;then, E./Bauer, L. (2022). Kritisches Kartieren als k&#252;nstlerischer Forschungsmodus. In: Finn Dammann/Boris Michel/, Handbuch Kritisches Kartieren (157-168). Bielefeld: transcript Verlag. https://doi.org/10.14361/9783839459584-011
Klaus, L./Germes, M./Guarascio, F. (2022). Emotional Mapping und partizipatives Kartieren &#8211; ungeh&#246;rte Stimmen sichtbar machen. In: Finn Dammann/Boris Michel/, Handbuch Kritisches Kartieren (37-54). Bielefeld: transcript Verlag. https://doi.org/10.14361/9783839459584-003
Bloom, B./Sacramento, N. (2017): Deep Mapping, Auburn: Breakdown Break. Down Press.</abstract>
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                <room>KWR Pavillon</room>
                <title>Eigenes k&#252;nstlerisches Know-How kunstdidaktisch fruchtbar machen &#8211; am Beispiel plastischen Gestaltens</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Workshop</type>
                <date>2026-10-08T15:50:00+00:00</date>
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                <abstract>In diesem Workshop gehe ich den Fragen nach: Wie k&#246;nnen Lehrende ihre Lernenden (Studierende, Sch&#252;ler:innen) durch niederschwellige Aufgaben und Experimente dazu anregen oder anleiten, von der Fl&#228;che zu einem r&#228;umlichen, plastischen Gestalten zu gelangen &#8211; z.B. mit einem allt&#228;glich verf&#252;gbaren Medium wie Papier (Druckerpapier, Zettelbl&#246;cken)? Wie k&#246;nnen (angehende) Lehrende ihr eigenes k&#252;nstlerisches, praktisches Know-How f&#252;r solche kunstdidaktischen &#220;berlegungen fruchtbar machen &#8211; z.B. um mediale M&#246;glichkeiten und grundlegende Prinzipien r&#228;umlichen, plastischen Gestaltens f&#252;r Lernende erfahrungsbasiert zug&#228;nglich zu machen?
Diese Leitfragen verweisen auf den Zusammenhang zwischen dem Know-How der Lehrenden und ihrer F&#228;higkeit zur Vermittlung dieses Know-Hows, wobei &#8220;K&#246;nnen&#8221; und &#8220;K&#246;nnen vermitteln&#8221; auch unterschiedliche Praktiken sind. D.h. im Hin und Her zwischen k&#252;nstlerischer und kunstdidaktischer Expertise sind &#220;bersetzungen notwendig. Gerade wenn prozedurales, verk&#246;rpertes und damit nicht-sprachliches, implizites Wissen (vgl. Polany 2016, Neuweg 2002) leitend ist, bergen solche &#220;bersetzungen einige Unw&#228;gbarkeiten, die im vorgeschlagenen Beitrag genauer betrachtet, gemeinsam erprobt und diskutiert werden sollen.
Anhand von konkreten Aufgaben, die ich zun&#228;chst selber und dann im Unterricht mit Primarsch&#252;ler:innen sowie in der Hochschullehre mit Studierenden bearbeitet habe, gehe ich dem Zusammenspiel zwischen eigenen k&#252;nstlerischen Erprobungen und der &#220;bersetzung in die eigene Lehrpraxis nach. Dabei nehme ich einerseits eine praxistheoretisch fundierte Perspektive ein (vgl. Bader 2019; Rechwitz 2003; Schmidt 2012).
Andererseits konturiere ich die &#220;bersetzungsleistung zwischen k&#252;nstlerischem, gestalterischem &#8220;K&#246;nnen&#8221; und &#8220;K&#246;nnen vermitteln&#8221; als fachspezifische Kernpraktik (auch &#8220;Core (Teaching) Practice&#8221; oder &#8220;High Leverage Practice&#8221;, vgl. Bader 2025; Fraefel 2022).

Literatur
Bader, N. (2025). Mehr als sch&#246;ne Bilder malen, Antrittsvorlesung, PHZH, https://www.youtube.com/watch?v=QzVdf9dF7kg
Bader, N. (2019). Zeichnen &#8211; Reden &#8211; Zeigen. Wechselwirkungen zwischen Lehr-Lern-Dialogen und Gestaltungsprozessen im Kunstunterricht. Kopaed.
Fraefel, U. (2022). Mittels Kernpraktiken zu professionellem Unterrichten. Journal f&#252;r LehrerInnenbildung jlb. Jg. 22, Heft 3, 16&#8211;29. https://doi.org/doi.org/10.35468/jlb-03-2022-01
Neuweg, G. H. (2002). Lehrerhandeln und Lehrerbildung im Lichte des Konzepts des impliziten Wissens. Zeitschrift f&#252;r P&#228;dagogik 48, 10&#8211;29.
Polanyi, M. (2016). Implizites Wissen. &#220;bersetzt von Horst Br&#252;hmann. 2. Auflage. Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 543. Suhrkamp.
Reckwitz, A. (2003). Grundelemente einer Theorie sozialer Praktiken. Eine sozialtheoretische Perspektive. Zeitschrift f&#252;r Soziologie, Nr. Jg. 32, Heft 4, 282&#8211;301.
Schmidt, R. (2012). Soziologie der Praktiken. Konzeptionelle Studien und empirische Analysen. Erste Auflage. Suhrkamp.</abstract>
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                <title>Raumwahrnehmungskonstruktionen</title>
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                <abstract>Was, wenn es nicht nur drei r&#228;umliche Dimensionen gibt? Was, wenn wir Innen und Au&#223;en zugleich sehen k&#246;nnten? Was, wenn Raum pl&#246;tzlich neu imaginiertbar wird? Die Vorstellung einer vierten r&#228;umlichen Dimension inspirierte Romane wie Fl&#228;chenland (Edwin A. Abbott) oder Der Berg Analog (Ren&#233; Daumal) sowie bildende K&#252;nstler:innen wie Salvador Dal&#237; bis zu Tony Robbins und wirkte gar auf Stilrichtungen wie den Kubismus und Futurismus ein (vgl. Henderson, 1983). Durch das Konstrukt einer vierten Dimension, das auch in der Quantenphysik genutzt wird, wird die Erweiterung der Darstellung &#252;ber die menschlich visuell wahrnehmbare Umwelt hinaus angeregt &#8211; etwa die Multiperspektivit&#228;t oder die Umst&#252;lpung von Innerem und &#196;u&#223;erem. N-dimensionale Theorien spornten K&#252;nstler:innen an, technologische Entwicklungen, mathematische Berechnungen sowie philosophische Denkr&#228;ume (vgl. Volkert 2018, S. 183 ff.) weiterzuentwickeln und ungreifbaren, erweiterten Welten nachzusp&#252;ren (Henderson 1984, S. 205). Zusammenh&#228;nge mit bildgebenden Technologien bestehen etwa in den R&#246;ntgen-Strahlungen, wobei schlagartig r&#228;umlich versteckte visuelle Informationen optisch verf&#252;gbar wurden (vgl. Henderson, 1983, S. 39).
Das Nachdenken &#252;ber weitere r&#228;umlich-geometrische Dimensionen l&#228;dt somit auch ein zum Reflektieren, wie bildgebende Technologien und mediale Interfaces der Raumerschlie&#223;ung die menschliche Wahrnehmung erweitern, gestalten und transformieren. Einige Werke rund um das Thema der N-Dimensionalit&#228;t sowie Bez&#252;ge zu virtuellen und digitalen Raumkonzepten wie dem Metaversum dienen im Workshop aus Ausgangspunkt, um spielerisch und experimentell eigene Raumwahrnehmungskonstruktionen zu gestalten. Dabei werden Spiegel, Transparentfolien, Draht und Metallobjekte oder Linsen genutzt sowie die eigenen Digitalger&#228;te verbaut. Dabei gehen wir vor nach dem Prinzip DIY und Low Tech &#8211; Konstrukte wie Helme oder Kopfaufs&#228;tze werden simpel gestaltet und hinterfragen dabei doch die Formbarkeit von Raum durch visuelle Medien. So entstehen &#252;berraschende, spielerische, humorvolle, vielleicht gar nutzlose oder kritische Prototypen, die g&#228;ngige, v.a. digitale und technologisch gest&#252;tzte Wahrnehmungen hinterfragen und Raumerfahrung k&#252;nstlerisch gestaltend verhandeln. Dazu k&#246;nnen etwa Videos, AR-Ansichten oder Filter eingesetzt werden &#8211; hierbei dienen auch nicht-menschliche Raumwahrnehmungen als Inspiration, etwa das Scheitel- oder Facettenauge. 
Dies leitet &#252;ber zu dem Thema, wie in der Lehre sowie in p&#228;dagogischen Zusammenh&#228;ngen die vermeintlich feststehende Kategorie Raum als Material k&#252;nstlerisch unter neuen Sichtweisen vermittelt und beforscht werden kann. Daran lassen sich auch posthumanistische Fragen anschlie&#223;en nach dem menschlichen Drang der Selbstoptimisierung, der Immersion, dem Ausgeliefertsein an Netzwerkm&#228;chten im Digitalkapitalismus sowie einem Perspektivwechsel zu nichtmenschlichen Wahrnehmungsr&#228;umen und Lebensformen. Am Ende des Workshops werden die entstandenen Raumwahrnehmungskonstruktionen pr&#228;sentiert, gegenseitig ausprobiert und mit einem kleinen experimentellen Rundgang durch den Campus verbunden, um die dabei ver&#228;nderte Raumwahrnehmung k&#246;rperlich erfahrbar zu machen.

Literatur:
Henderson, Linda Dalrymple (1983): The fourth dimension and non-Euclidean geometry in modern art. Linda
Dalrymple Henderson. Princeton, N.J.: Princeton University Press.
Henderson, Linda Dalrymple (1984): The Fourth Dimension and Non-Euclidean Geometry in Modern Art:
Conclusion. In: Leonardo 17 (3), S. 205. DOI: 10.2307/1575193.
Volkert, Klaus (2018): In h&#246;heren R&#228;umen. Der Weg der Geometrie in die vierte Dimension. Berlin, Heidelberg:
Springer Spektrum (Mathematik im Kontext).</abstract>
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                <title>Hands on &#8211; Minds on &#8211; Futures on. Ein Kartenspiel zur spekulativen Aushandlung urbaner Zukunftsr&#228;ume</title>
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                <abstract>Der spekulative Workshop l&#228;dt Teilnehmende ein, urbane Gemeinschaft im kollaborativen Spielen unmittelbar zu erfahren. Das analoge Spiel verbindet &#8222;Hands on&#8220; (spielerische Handlung, Aushandlung, Perspektivwechsel) mit &#8222;Minds on&#8220; (strukturierte Reflexion und Transfer), wobei es durch &#8222;Futures on&#8220; den Raum er&#246;ffnet, Utopien einer gerechten Stadtkultur kollaborativ zu verhandeln. In Rollen menschlicher und nichtmenschlicher Akteur*innen verhandeln sie Nutzungskonflikte, Atmosph&#228;ren und Zukunftsfragen urbaner Soziotope. Dabei erleben sie, wie affektive Irritation, Rollen&#252;bernahme und kollektives Mapping nachhaltige Lernprozesse initiieren k&#246;nnen. In der anschlie&#223;enden Reflexionsphase wird gemeinsam erarbeitet, wie das Format in unterschiedlichen Fachkulturen &#8211; von Lehrkr&#228;ftebildung &#252;ber Nachhaltigkeit bis zu sozial- und kulturwissenschaftlichen Kontexten &#8211; adaptiert werden kann. Der Workshop bietet einen erprobten, niedrigschwelligen Zugang zu kollaborativen Handlungspraxen.

Der Workshop stellt die dritte und spielerisch-angewandte Stufe der Weiterentwicklung einer universit&#228;ts&#252;bergreifenden Projektreihe vor, in der &#228;sthetische Forschung, Artistic Research und spekulative Methoden im Sinne einer machtkritischen, &#246;kologisch-sensiblen Kunstp&#228;dagogik miteinander verschr&#228;nkt werden. Ausgehend von den Vorg&#228;ngerprojekten Urban Dreaming (Br&#246;nnecke &amp; Washausen 2025) und In-Specology (Br&#246;nnecke, Dreinemann &amp; Washausen 2025), in denen urbane R&#228;ume und schulische Soziotope mit Studierenden und Sch&#252;ler_innen k&#252;nstlerisch-&#228;sthetisch untersucht wurden, wird ein analoges Kartenspiel erprobt, das teilnehmende Gruppen in ein kooperatives Rollen- und Aushandlungssetting versetzt. Die Teilnehmenden begegnen dem urbanen Soziotop als einem von menschlichen und nichtmenschlichen Akteurinnen gepr&#228;gten Gef&#252;ge, dessen Atmosph&#228;ren im Sinne affektiv-reflexiver Erkenntnisr&#228;ume (B&#246;hme 2022) erfasst und verhandelt werden. Das Kartenspiel fungiert als strukturierendes Medium, das Perspektivwechsel initiiert und spezies&#252;bergreifende Bed&#252;rfnisse, Handlungsspielr&#228;ume und Konfliktlinien sichtbar macht. Durch die &#220;bernahme verschiedener Rollen &#8211; etwa Menschengruppen und urbane Tierpopulationen wie Stadttauben &#8211; werden Fragen der Koexistenz, der Belastungen des Anthropoz&#228;ns und der Bedingungen eines zukunftsf&#228;higen Zusammenlebens gemeinschaftlich untersucht.

Die Handlungsmechanismen orientieren sich an k&#252;nstlerisch-forschenden Zug&#228;ngen wie Displacement (Brohl 2003, 2008), Feldforschung (Brenne 2008), Raumspielen und Mapping- Verfahren (Busse 2021) sowie auditiven Dokumentationsformen (Rogg 2019). Diese Methoden erzeugen &#228;sthetische Erfahrungsr&#228;ume, in denen Atmosph&#228;ren, Spuren und Narrative des Soziotops lesbar werden und zu Aushandlungsprozessen anregen. Im Zentrum steht die Frage, wie k&#252;nstlerisches Denken als situatives, verk&#246;rpertes und reflexives Wissen Gemeinschaftlichkeit pr&#228;gt und welche Rolle es in der Ausbildung k&#252;nftiger Lehrkr&#228;fte angesichts gesellschaftlicher Unsicherheiten einnehmen kann. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit den mehr-als-menschlichen Dimensionen urbaner Soziotope f&#252;hrt zu Diskussionen dar&#252;ber, wie k&#252;nstlerische Lehr-Lernpraktiken auf Ph&#228;nomene wachsender Ungleichheit, Polarisierung und Fragmentierung reagieren, bspw. durch Counter Mapping (Busse 2021) oder etwa Gegen-Fragmentierung im Sinne des Urban-Glitch (Mitrovi&#263;/Voigt 2025), und welche Formen &#228;sthetisch-forschender Praxis unter diesen Bedingungen tragf&#228;hig bleiben. Zugleich wird erprobt, wie sich kulturp&#228;dagogische Handlungsweisen weiterentwickeln k&#246;nnen, um zuk&#252;nftigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Die in der Anwendung des Kartenspiels induzierten Aushandlungsprozesse er&#246;ffnen transkulturelle (Resonanz-)R&#228;ume (Br&#246;nnecke 2024, Rosa 2020), in denen Perspektivenvielfalt sichtbar wird und Vorstellungen gemeinschaftlicher Verantwortung, sozialer Gerechtigkeit und &#246;kologischer Relationalit&#228;t verhandelt werden.


Literatur
B&#246;hme, Gernot (2022): Atmosph&#228;re &#8211; Essays zur neuen &#196;sthetik. 5. Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Br&#246;nnecke, Katharina/ Washausen, Niklas (2026): Dream Machine. Urbanit&#228;t und intersektionale Gemeinschaftlichkeit spekulativ explorieren. In: Wiesche,
David/ Przybylka, Nicola/ Br&#246;nnecke, Katharina/ Malmberg, Isolde/ Zender, Raphael (Hrsg.): XR im Sport-, Musik- und Kunstunterricht. MedienP&#228;dagogik:
Zeitschrift f&#252;r Theorie und Praxis der Medienbildung 68 (XR Fachdidaktik). S. 75-92. https://doi.org/10.21240/mpaed/68/2026.01.23.X.
Br&#246;nnecke, Katharina/ Dreinemann, Carolin/ Washausen, Niklas (2025): In-Specology, von Tatorten und Tatendrang &#8211; K&#252;nstlerische Forschung zuk&#252;nftiger Stadtr&#228;ume. In: Vision &amp; Re-Vision. Nachhaltigkeit als Fokus k&#252;nstlerischer Forschung im Kontext von Kunstp&#228;dagogik. Book of Abstracts. S. 23-26. https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/fachbereiche/fb9/kunstwissfilmkunstpaeda/Dateien/Tagung_Vision_Re-Vision/Book_of_Abstracts_Vision_Re-Vision_aktualisiert_15.09.2025.pdf
Br&#246;nnecke, Katharina (2024): About Culture &#8211; Die Aufdeckung identit&#228;tsbildender Narrative durch k&#252;nstlerisch-kommunikatives Handeln in transkulturellen
Lebenswelten. Schriftenreihe Kunst Medien Bildung Band 18. M&#252;nchen: kopaed.
Brohl, Christiane (2008): Displacement als ortsbezogene k&#252;nstlerische Forschungspraxis. In: Brenne, Andreas (Hg.): &#8222;Zarte Empirie&#8220;: Theorie und
Praxis einer k&#252;nstlerisch-&#228;sthetischen Forschung. Kassel, kassel university press, S. 34-51.
Brohl, Christiane (2003): Displacement als kunstp&#228;dagogische Strategie: Vorschlag einer heterotopie- und kontextbezogenen &#228;sthetischen Diskurspraxis des
Lehrens und Lernens. Hamburg, Brohl.
Busse, Klaus-Peter (2021): RAUMSPIELE. Mapping Revisited. https://klauspeterbusse.de/onewebmedia/RS_MATRIX_1.1.pdf
Mitrovi&#263;/Voigt (2025): Glitch(ing)! A refusal and gateway to more caring techno-urban worlds?, Digital Geography and Society, Vol. 8. https://doi.org/10.1016/j.diggeo.2025.100115
Rogg, Ursula (2019): Das Feld betreten hei&#223;t das Feld ver&#228;ndern. Audiodokumentation als Prozessbegleitung und k&#252;nstlerische Bildungsforschung. M&#252;nchen: kopaed.
Rosa, Hartmut (2024): Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung. Berlin: suhrkamp.</abstract>
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                <title>Klang als Raum &#8211; immersive Audio-Architekturen in einem Ambisonic-System&#160;Teil 2</title>
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                <abstract>Fortsetzung des Workshops von Tag 1 (Teilnahme optional): 
Finalisierung der Audiomontage und Zuweisung der Kl&#228;nge f&#252;r die 20
Lautsprecher des Ambisonic-Systems. Anschlie&#223;end gemeinsames H&#246;ren und Reflexion der
entstandenen Arbeiten &#8211; &#228;sthetisch, didaktisch und im Hinblick auf die &#220;bertragbarkeit in
eigene Lehrformate.</abstract>
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                <title>Klassenr&#228;ume der Akademie als Diskursr&#228;ume aufgreifen &#8211; ein physisches Curriculum</title>
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                <type>Workshop</type>
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                <abstract>Als Akteurinnen aus Hochschule und freier Praxis spricht uns der Call for Paper sehr an, weil wir gerade eine &#8250;raumbezogene&#8249; Neu-Konzeptionalisierung des Modul-Curriculums an der Akademie der Bildenden K&#252;nste M&#252;nchen entwerfen, in Orientierung an &#8250;R&#228;umen&#8249; in physischer wie symbolischer Hinsicht. Nicht zuletzt ist die Lehre an Kunstakademien sowieso an physische R&#228;ume gebunden, in denen gearbeitet und diskutiert wird; dies geschieht je nach Professur und Studierende in einer Klasse anders: diese Atelierr&#228;ume spannen eigene &#8250;Diskursr&#228;ume&#8249; auf, in denen das informelle bzw. implizite Wissensformen aufgebaut und verhandelt wird. So werden Pr&#228;missen nicht nur verhandelbar, sondern zuallererst sichtbar und besprechbar. In den jeweiligen Organisationsstrukturen, Relationierungen und Perspektiviertheiten bildet sich ein spezifisches Wissen, das auf geteilten Erfahrungen, Wahrnehmungen und gezeigten Querbez&#252;gen beruht. Den Raum in diesen M&#246;glichkeiten anzuerkennen, entlastet von Erwartungen der Produktion. Mit diesem &#8250;Kunstgriff&#8249; soll das forschende, k&#252;nstlerische und reflektierte Handeln nicht nur erm&#246;glicht, sondern anders gerahmt werden: in R&#228;umen geht es auch um Stimmungen, um B&#252;hnen und Verstecke. R&#228;ume fungieren als Versammlungsorte, bedingen Begegnung und Ber&#252;hrung, f&#252;r geteiltes und kollektives K&#246;rperwissen. Auch das Sich-Zeigen, ein Aus-sich-Heraustreten vollzieht sich r&#228;umlich.
Der Denk-Figur &#8250;Raum&#8216; liegt die je spezifische, institutionelle Bedingtheit kunstp&#228;dagogischer Praxis zugrunde, die als relationale gedacht werden kann. Bereits 1999 definiert die Soziologin Martina L&#246;w den Raum in erweiterter Form als &#8218;Gef&#252;ge von Lagebeziehungen&#8216;. L&#246;w grenzt sich von einem Raumverst&#228;ndnis ab, welches R&#228;ume als Beh&#228;lter begreift. Sie bezieht sich auf Foucault, f&#252;r den Raum ein &#187; &#8250;Ensemble von Relationen&#8249; ist, welches die &#8250;Elemente&#8249; als &#8250;nebeneinandergestellte, einander entgegengesetzte, ineinander enthaltene erscheinen l&#228;&#223;t&#8249;. Raum ist demzufolge eine Konfiguration oder ein Netzwerk, welches Personen, Dinge oder Handlungen in eine Ordnung bringt. Explizit grenzt er sich gegen die Vorstellung eines leeren Beh&#228;lters ab, der beliebig gef&#252;llt werden kann.&#171; (L&#246;w 1999, 54) Genau und darin infizieren sich die R&#228;ume, stecken sich gegenseitig an, sind an der Schwelle, im &#220;bergang.
Damit steht eine Raumlogik einer anderen Logik entgegen, die in Curricula verortet ist &#8211; die verrinnende Zeit. (vgl.: lateinisch curriculum (von currere = laufen, rennen) bedeutet w&#246;rtlich Lauf, Weg oder Rennbahn) Was w&#228;re, wenn Lernen weniger zeitlich, sondern r&#228;umlich aufgefasst wird &#8211; wo auch etwas liegenbleiben, und sp&#228;ter wieder aufgegriffen werden kann, wo sich Horizonte weiten, Widerspr&#252;chliches koexistiert?
Trotz der Untrennbarkeit r&#228;umlicher und zeitlicher Bedingtheit verlagerte sich die konzeptionell-theoretische Diskussion asymmetrisch auf die zeitlichen und sozialen Rahmenbedingungen menschlichen Zusammenlebens, die r&#228;umliche Bedingtheit wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strukturen geriet lange aus dem Blick (vgl. Soja.) Der Fokus auf das Kognitive (vgl. &#8250;kognitive Aktivierung) &#252;berschattete die Qualit&#228;t eines Leib-Raumes bzw. eines Resonanzraumes.
So schlagen wir f&#252;r Curriculumsarbeit die Neufokussierung auf die Kategorie Raum vor, und stellen uns z.B. folgende Module vor: einen &#8250;Aushandlungsraum&#8249; &#8250;Umbauten Raum&#8249;, &#8250;Umsorgenden Raum&#8249; &#8250;&#220;bergangsraum&#8249;, &#8250;Leeren Raum&#8249;. Auch einen &#8250;Utopischen Raum&#8249;, wie er von Le Guin in &#8250;Das Wort f&#252;r Welt ist Wald&#8249; ge- und erfunden wird.
Um besser zu verstehen, inwiefern Klassenateliers jene Raumkonzeption bezeugen, wie sie im CfP als Gestaltungsraum, Erfahrungsraum, M&#246;glichkeitsraum oder als Raum des Gemeinschaffens, des Widerstands und der Resonanz sowie als Ort der Einschreibung, Repr&#228;sentation und Macht erfahren wird, wollen wir &#252;ber studentische Vignetten konkrete Situationen im Detail beleuchten und diskutieren: Wie k&#246;nnen wir dem &#8250;Rennen&#8249; entkommen, und ein Verweilen, Verirren, Verwickeln anbahnen?

Literatur
DIVA: Das Wort f&#252;r Welt ist Wald. Oper in drei Akten, in: Ursula Rogg, Mirja Reuter, Notburga Karl (Hrsg.): &#220;bergangsr&#228;ume: K&#252;nstlerisch-edukative Praxis im Quereinstieg studieren, M&#252;nchen: kopaed 2026, S. 140 &#8211; 149 (vgl. dazu den gleichnamigen Science Fiction Roman von Ursula K Le Guin)
Karl, Notburga: Lecture Performances und die Kunst der Umst&#252;lpung, in: Ursula Rogg,Mirja Reuter, Notburga Karl (Hrsg.): &#220;bergangsr&#228;ume: K&#252;nstlerisch-edukative
Praxis im Quereinstieg studieren, M&#252;nchen: kopaed 2026, S. 98 &#8211; 109.
L&#246;w, Martina: Vom Raum zum Spacing. R&#228;umliche Neuformationen und deren Konsequenzen f&#252;r Bildungsprozesse, in: Eckart Liebau; Gisela Miller-Kipp; Christoph Wulf
(Hrsg.). Metamorphosen des Raums. Erziehungswissenschaftliche Forschungen zur Chronotopologie. Weinheim: Deutscher Studien Verlag. 1999. S. 48-59.
Puffert, Rahel, Umr&#228;umen statt aufr&#228;umen, Kunstp&#228;dagogische Positionen 52, K&#246;ln 2020
Soja, Edward W: Thirdspace: journeys to Los Angeles and other real-and-imagined places. Cambridge Mass.: Blackwell 1996</abstract>
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                <title>Zwischenr&#228;ume bespielen &#8211; Mikrointerventionen in Bildungsinstitutionen</title>
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                <abstract>Bildungsinstitutionen &#8211; wie die Kunsthochschule &#8211; sind meist in spezifisch entworfenen R&#228;umen situiert. Damit verbunden sind nicht nur die verschiedenen Architekturstile, die Atmosph&#228;ren vergangener oder aktueller Gesellschaften vermitteln, sondern auch die vielf&#228;ltigen kleinen und gro&#223;en Spuren der Nutzung. Bildungsinstitutionelle R&#228;ume erzeugen bei den Nutzenden dar&#252;ber hinaus oft unterschiedliche Gef&#252;hle: z.B. die Freude, endlich angenommen zu sein oder einen Ort f&#252;r k&#252;nstlerischen Ausdruck zur Verf&#252;gung zu haben; oder auch der Zweifel, ob die Anwesenheit hier legitim ist und ob die erwarteten Leistungen zu erf&#252;llen sein werden. Im institutionellen Raum entwickeln sich soziale Gef&#252;ge, entstehen Logiken der Bewegung, erhalten oder verlieren Dinge bestimmte Bedeutungen. Das nimmt Einfluss auf das Lehren und Lernen &#8211; in schulischen wie auch in universit&#228;ren R&#228;umen. Ateliers, Kunstr&#228;ume und Werkst&#228;tten scheinen dabei wiederum anderen ungeschriebenen Gesetzen unterworfen zu sein als Vorlesungss&#228;le, Klassen- oder Seminarr&#228;ume. Um die implizite Wirkmacht spezifischer materiell und personell determinierter Raumstrukturen sichtbar zu machen, erscheinen k&#252;nstlerische Eingriffe als besonders fruchtbar, da sie hinweisen, irritieren, neu befragen und andere Deutungen er&#246;ffnen k&#246;nnen. Bildungsinstitutionen bieten also reichhaltige Ansatzpunkte f&#252;r die Erprobung von k&#252;nstlerischen Methoden zum Ein&#252;ben einer sensibilisierten Raumwahrnehmung. 
In dem Workshop nehmen die Teilnehmenden ihre sensibilisierte Wahrnehmung zum Ausgangspunkt, um eine eigene kleine Intervention zu gestalten, die auf den Ort antwortet.</abstract>
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                <title>Raum ohne Hierarchie. Erfahren &#8211; sich vorstellen &#8211; darstellen &#8211; mitteilen</title>
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                <abstract>Pers&#246;nliche r&#228;umliche Erfahrungen in vorgegebenen Situationen sollen anregen zum gemeinsamen kritischen Nachdenken &#252;ber Raumwirkungen, Raumordnungen und zum eigenen zeichnerischen Verarbeiten des Wahrgenommenen. Davon ausgehend und anhand von audio-visuellen Daten aus einer empirisch-qualitativen Studie er&#246;rtern wir, wie Kinder und Jugendliche Raum wahrnehmen, sich vorstellen, darstellen und wir h&#246;ren, wie sie ihre Erfahrungen und Zeichnungen kommentieren. Die Sch&#252;ler*innen zeigen, was sie interessiert, welche Bez&#252;ge sie zur eigenen Lebenswelt herstellen und welche Modelle der Raumdarstellung sie in ihren Zeichnungen verwenden. Sie erkl&#228;ren und begr&#252;nden, welche Raumdarstellungsformen sie w&#228;hlen, ablehnen oder neu entdecken. Anhand der Studie werden Zugangsweisen zu r&#228;umlich-visuellen Lehr- Lernprozessen theoriebasiert pr&#228;sentiert sowie Raumdarstellungs-Modelle mit zeichnerischen Entwicklungstheorien in Beziehung gesetzt und kritisch befragt. Als Konsequenz wird ein neues F&#246;rder- und Beurteilungsmodell vorgeschlagen und Einblick in eine exemplarische unterrichtspraktische Umsetzung gegeben.
Ausgehend von diesem aktuellen Lehr-Lernkonzept sind die Teilnehmenden eingeladen, die Thematik zu diskutieren, pers&#246;nliche diesbez&#252;gliche Erfahrungen und Erwartungen auszutauschen.</abstract>
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                <title>Bildungsr&#228;ume zwischen Materialit&#228;t und Performativit&#228;t</title>
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                <abstract>Die r&#228;umlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen des Lernens beruhen auf gesellschaftlichen, politischen, lebensweltlichen und historischen Tatsachen. Doch Wissensproduktion und Lernen sind weit mehr als Raumbeziehungen &#8211; sie bestehen in sozialr&#228;umlichen und humangeographischen Zusammenh&#228;ngen auf der Makro- wie auch auf der Mikroebene - im Lokalen, wie im Globalen. Die zugrunde liegenden Infrastrukturen bleiben jedoch die meiste Zeit unsichtbar. Viele p&#228;dagogische Ans&#228;tze setzen einen Fokus auf den Raum als &quot;dritten Erzieher&quot; (Loris Malaguzzi), auf vorbereitete Lernumgebungen (radikalkonstruktivistische Bildung) oder ver&#228;nderte, bewusst gestaltete Lernr&#228;ume (Maria Montessori, Waldorfp&#228;dagogik, Gr&#252;nes Klassenzimmer usw.). In dieser Hinsicht gilt es f&#252;r eine Untersuchung der Subjektivierungsweisen und den sozialen Konstellierungen, die R&#228;ume des Lehrens und Lernens hervorbringen, die Gesamtheit der Raumverh&#228;ltnisse und Raumproduktionen in den Blick zu nehmen. Vor diesem Hintergrund fragen wir, wie wir die R&#228;ume, in denen wir lehren, lernen und forschen beschreiben k&#246;nnen? Wie konstituiert sich dieses &#8220;wir&#8221; als Lehrende, Lernende und Forschende im performativen, materialen und medialen Sinne?
Sp&#228;testens seit dem spatial turn zeigt sich ein Verzicht auf eine solit&#228;re und kontext&#252;bergreifende Raumdefinition, welche letztendlich ordnungskontingente und relationale Raumverst&#228;ndnisse in ihren polyvalenten Sinne erm&#246;glicht. R&#228;umlichkeiten lassen sich allerdings weder durch einen einzelnen Ansatz ergr&#252;nden, noch auf ein einzelnes Konzept zur&#252;ckf&#252;hren.1 Im Sinne einer performativen Logik k&#246;nnen R&#228;ume in Anlehnung an Bernhard Waldenfels als ein Raum-im-Werden verstanden werden. Der Moment der Hervorbringung von R&#228;umen l&#228;sst sich als Schwellenphase (Arnold van Gennep) in den Blick nehmen, die den &#220;bergang von einer &#8220;sozialen Situation zu anderen&#8221; beschreibt.2 In diesem transitorischen Feld eines Spielraums der M&#246;glichkeiten (Benjamin Wihstutz) richtet sich ein Raum-im-Werden nach einem M&#246;glichkeitssinn, dessen Hier und Jetzt &#8222;immer schon mit anderen Orten und R&#228;umen [&#8230;], mit fiktiven Identit&#228;ten und Ereignissen, die aufs engste mit der Realit&#228;t verwoben sind, verbunden ist.&#8221;3 Ein Raum-im-Werden l&#228;sst sich dahingehend auch als ein Sozialraum im Sinne eines &#8222;relational arrangement of social goods and people&#8220; (Martina L&#246;w) verstehen, der allererst durch Handlungen, Bewegungen und Interaktionen von Menschen entsteht.4 Schon 1974 beschreibt Henri Lef&#232;bvre die Relation von physischem und sozialem Raum als &#8220;distributionelle Anordnung von Akteuren und Eigenschaften.&#8221;5 Das Ganze einer Raumvorstellung und einer raumbezogenen Wahrnehmung hat symbolische, sinnlich wahrnehmbare physische und gesellschaftliche Vorbedingungen.6

In unserem Beitrag n&#228;hern wir uns R&#228;umlichkeiten im medialen Sinne als narrativ-essayistische R&#228;ume (Krau&#223;) und filmisch-performative R&#228;ume (Kargin-Zahn). Unter dieser Perspektive fragen wir jeweils, wie Bildungsr&#228;ume entstehen k&#246;nnen und in der Verschr&#228;nkung von Lehren, Lernen und Forschen durch ihren performativen Charakter als subjektivierend fungieren. Aus dieser Betrachtung k&#246;nnen abschlie&#223;end folgenreiche Konsequenzen f&#252;r Lehr-Lernverst&#228;ndnisse im Kontext des R&#228;umlichen abgeleitet werden.

Literatur
1 G&#252;nzel, Stephan (2020): Raum. eine kulturwissenschaftliche Einf&#252;hrung, Bielefeld: Transcript Verlag, S.25.
2 Van Gennep, Arnold (1981): R&#228;umliche &#220;berg&#228;nge. in: Ders. (1981): &#220;bergangsriten (Les rites de passage),
Frankfurt am Main: Campus Verlag, S.25-28.
3 Wihstutz, Benjamin (2015): Unbekannte R&#228;ume, Grenzen und Schwellen: zur Topologie experimenteller
Theaterformen, in: Schafaff, J&#246;rn; Wihstutz, Benjamin (Hg.) (2015): Sowohl als auch dazwischen. Erfahrungsr&#228;ume
der Kunst, S. 160-164.
4 L&#246;w, Martina (2018): The Sociology of Space. Materiality, Social structures, and Action, New York: Palgrave
Macmillan, S.140.
5 Bourdieu, Pierre (1991): Physischer, sozialer und angeeigneter physischer Raum, in: Wentz, Martin (Hrsg.) (1991):
Stadt-R&#228;ume, Frankfurt am Main: Campus Verlag, S. 26.
6 Simmel, Georg (1903): Soziologie des Raums, Leipzig: Duncker &amp; Humblot, S. 463f.</abstract>
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                    <person id='97'>Fatma Kargin-Zahn</person><person id='114'>Lennart Kraus</person>
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                <title>Ein Kunstpavillon als M&#246;glichkeitsraum: Reflexionen einer &#228;sthetisch-transformativen Praxis</title>
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                <abstract>Der Beitrag untersucht am Beispiel eines schulischen Projektes, inwiefern &#228;sthetische Prozesse als transformatorische Praktiken wirksam werden k&#246;nnen (vgl. Diez/ Schaffhausen 2024). Konkret geht es um die sozialr&#228;umliche Intervention von Jugendlichen im Sinne des Placemakings (Page 2020; Courage 2019), die durch die kollaborative Konzeption und Realisierung eines Kunstpavillons auf dem Schulgel&#228;nde einer Gesamtschule unter dem Motto &#8222;Mehr Platz f&#252;r uns&#8220; erzielt wird.
Ausgehend von der Problemstellung, dass &#246;ffentliche Aufenthaltsr&#228;ume f&#252;r Kinder und Jugendliche fehlen, entstand 2024 die Idee eines Pavillons im Sinne eines M&#246;glichkeitsraumes. Im Pavillon soll gestaltet, pr&#228;sentiert, entspannt und gespielt werden k&#246;nnen, sodass er f&#252;r verschiedene Altersgruppen und Funktionszusammenh&#228;nge einen gewinnbringenden Ort darstellt. Neben den aufgez&#228;hlten Nutzungsm&#246;glichkeiten als M&#246;glichkeitsraum verweist er heute als Bauwerk symbolisch auf den transformativen Prozess, in dem Jugendliche unter Begleitung von Erwachsenen Verantwortung f&#252;r ihren Lebensraum &#252;bernehmen.
Gewisserma&#223;en steht der Pavillon dabei auch als Gegenentwurf zum Ist-Zustand von kommunaler Politik, die die Perspektive von Kindern und Jugendlichen oftmals au&#223;en vor l&#228;sst (vgl. DIJ 2026).
Methodisch folgt die Untersuchung einer praxeologischen Perspektive im Modus der Aktionsforschung (Altrichter 2018). Der Entwurfs- und Bauprozess wird relationalen Raumvorstellungen folgend als kollaborative Raumpraxis analysiert, in der sich zwischen Beteiligung und institutionellen Vorgaben, wie u.a. Bauvorschriften, Sicherheitsauflagen, externer Expertise, sowohl emanzipatorische als auch exkludierende Dynamiken zeigen. Grundlage f&#252;r eine (macht)kritische Reflexion sind empirische Daten aus einer teilnehmenden Beobachtung von mir als forschendem Praktiker in Kombination mit qualitativen Interviews der teilnehmenden Sch&#252;ler*innen.
Besonderes Augenmerk liegt neben der sozialr&#228;umlichen Intervention auch auf der Transformation des Lernraumes im Sinne des Lehr-Lern-Verh&#228;ltnisses: Indem sich Wissen situativ verteilt, finden Rollenverschiebungen statt. Ankn&#252;pfend an SESINK (2014) wird Lernraum selbst wird zum M&#246;glichkeitsraum. In der gemeinsamen Arbeit in, am und mit Raum werden demokratische Aushandlungsprozesse praktisch erfahrbar und als Bestandteil &#228;sthetischer Bildung wirksam.

Literatur
Altrichter, Herbert/ Posch, Peter/ Spann, Harald (2018): Lehrerinnen und Lehrer erforschen ihren Unterricht. 5. Auflage. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
Courage, Cara/ McKeown, Anita (2019): Creative Placemaking. Research, Theory and Practice. New York: Routledge.
Deutsches Jugendinstitut e.V. (DJI) (2026): DJI Impulse. 1/26. https://www.dji.de/veroeffentlichungen/forschungsmagazin-dji-impulse.html.
Diez, Georg, &amp; Schaffhausen, Nicolas (2024): Spekulative Zuk&#252;nfte. In: Dies. (Hg.): Speculations on Speculative Futures. M&#252;nchen: Hirmer, S. 14-31.
Krebber, Gesa (2020): Kollaboration in der Kunstp&#228;dagogik. M&#252;nchen: Kopaed.
Oelkers, J&#252;rgen (2011): Demokratie und Erziehung. Eine Einleitung in die philosophische P&#228;dagogik. Weinheim/ Basel: Beltz.
Page, Tara (2020): Placemaking. A New Materialist Theory of Pedagogy. Edinburgh: Edinburgh University Press.
Sesink, Werner (2014): &#220;berlegungen zur P&#228;dagogik als einr&#228;umenden Praxis. In: Rummler, Klaus (Hrsg.): Lernr&#228;ume gestalten &#8211; Bildungskontexte vielf&#228;ltig denken.
Z&#252;rich: Waxmann, S. 29-43.
Schneekloth, Lynda H. / Shibley, Robert G. (2005): Placemaking: A democratic Project. In: Studies in Contemporary Culture vol. 5, no. 3, 2005, S. 1&#8211;18.
https://digitalcommons.odu.edu/reconstruction/vol5/iss3/11
Winkler, Antje/ Brenne, Andreas (2026): &#8222;Sharing is Caring&#8220; &#8211; Perspektiven und Praktiken einer diskriminierungs- und machtkritischen Kunstp&#228;dagogik. Bielefeld: transcript.</abstract>
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                <title>Interaktionsraum: Kunst</title>
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                <abstract>Wie viel Interaktion l&#228;sst der architektonische Raum zu, wie beeinflusst er die Interaktion unter den Akteuren (Studierenden)?
Die Studierenden ermitteln M&#246;glichkeiten mit dem architektonischen Raum de-facto umzugehen, weiter vertieft das Projekt eine weitere Auseinandersetzung mit built enviroments.
Die Realit&#228;t in Schule, Museum oder anderen Vermittlungsorten steht vor der Herausforderung mit den R&#228;umen und der Umgebung zusammen zu arbeiten, die bereits besteht. Das Projekt setzt genau an dieser Schnittstelle an. Wie l&#228;sst sich die Vermittlung von Kunst de-facto umsetzen unter jeden Umst&#228;nden, wenn wir &#252;ber die herk&#246;mmliche Vermittlungsstrukturen hinaus denken? Ziel ist es zu ermitteln: Wie k&#246;nnen Lehramtsstudierende vorbereitet werden, in der Kunstvermittlung zwischen Planung und Unvorhersehbarem zu agieren? Wie ist der K&#246;rper, der Vermittlungsinhalt so wie der Raum also das built enviroment mitzudenken?
Durch die Kooperation mit dem DikoLL- LapProfil tu-Dortmund bildet die videobasierte Forschung zur Interaktion im Raum unsere Basis. Kunstlehramtsstudierende inszenieren Unterrichtssituationen zum Thema Performance, die anschlie&#223;end durch die multimodale Interaktionsanalyse erforscht und interpretiert werden. Ziel ist es, die K&#246;per und Raum-Interaktion durch die videogest&#252;tzte Analyse nachvollziehbar zu machen.
Ausgehend von der zu vermi0elnden Kunst, Performance Art, welche in der Vermi0lung im schulischen Kontext eine geringe Verbreitung findet, st&#228;rkt das Seminar den Kompetenzbereich zu Performance rezipieren. Studierende entwickeln eigene Ideen zu Vermi0lungsmethoden und er&#246;rtern Schwierigkeiten der differenzsensiblen Vermi0lung zu K&#252;nstlerInnen PosiGonen zum Beispiel von Marina Abramovic, Damien Rebgetz, Anne Imhof, Willi Dorner, Lygia Pape, Ana Mendieta oder den Guerilla Girls. Die Werke verbinden die Auseinandersetzung in unterschiedlicher Intensit&#228;t mit der InterakGonsarchitektur, Sozialtypographie sowie dem InterakGonsraum.
Die Studierenden untersuchen gezielt die K&#246;rper-PosiGon und K&#246;rper-PosiGonierung, also die Nutzung von Raum in der Bewegung und in der InterakGon. Sie inszenierten UnterrichtsituaGonen, in der Anwesenheit als ein Wir in dem ein Hier und Jetzt entsteht. Nach Hausendorf bezeichnet er die RealisaGon von wir als Situierung (Hausendorf, 2016). Er formulierte die Situierung besteht zun&#228;chst in der Herstellung eines gemeinsamen Wahrnehmungsraum (Ko-OrienGerung). Der InterakGonsraum ist ferner ein Raum f&#252;r Bewegung, indem die Beteiligten sich posiGonieren, um eine Ko-OrienGerung herzustellen. Ko-OrienGerung und Ko-Ordinierung dienen der gemeinsamen Bearbeitung und L&#246;sung eines Problems in einer Ko-OperaGon. Kunstvermittler sind trotz intensiver Vermittlungsvorbereitung nur bedingt in der Lage, vorauszuahnen, wie sich die Vermittlung von Kunst im Fachraum konkret entwickeln wird. &#8222;Die Realisierung des vorbereiteten Unterrichtsentwurfs ist durch die ansatzweise &#8222;Autonomie&#8220; interaktiver Prozesse und ihrer Mechanismen in vielfacher Weise &#8222;gef&#228;hrdet.&#8220; (Schmitt,2011, S.226). Die Kunstvermittlung ist eindeutig gepr&#228;gt vom Aufbau von Strukturen und Ocenheit zur Improvisation. Die de-facto didaktische Qualit&#228;t und Systematik im Handeln der VermittlerInnen zu erkennen fordert einen analytischen Ansatz, der interaktive Prozesse und deren Reaktionen erfassen kann. Die gebaute Umwelt strukturiert menschliches Verhalten, beeinflusst Mobilit&#228;tsmuster im architektonischen Raum und wirkt auf soziale (Un)gleichheiten ein.
Das Projekt sucht in der Auseinandersetzung mit der eigenen Lehrpers&#246;nlichkeit durch videobasierte Analysen, eben diese Reflektionsf&#228;higkeit zu f&#246;rdern, um [erg&#228;nzen].

Literatur:
Hausendorf, Heiko, Kesselheim, Wolfgang, Schmitt Reinhold (2016)(Hrsg.), Interaktionsarchitektur, Sozialtopographie und Interaktionsraum, Narr Francke Attempto Verlag , T&#252;bingen.
Plegge, Henrike (2023),R&#228;ume der Kunstvermittlung, Ambivalenzen sichtbarer Vermittlungsr&#228;ume im Museum f&#252;r Gegenwartskunst und ihre Auswirkungen auf die p&#228;dagogische Praxis, Schriftenreihe Kunst Medien Bildung, Band 12, M&#252;nchen.
Schmitt, Reinhold (2011) (Hg.) ,Unterricht ist Interaktion!, Analysen zur De-facto-Didaktik, Amades Verlag, Mannheim.</abstract>
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                <title>Moderierter Austausch zu den Impulsvortr&#228;gen</title>
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                <abstract>Zeit f&#252;r Fragen und Diskussion zu den drei Impulsvortr&#228;gen</abstract>
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                <title>Innere und &#228;u&#223;ere R&#228;ume verbinden. Mit sexueller Bildung die inneren konstruierten R&#228;ume begehen und durch Austausch Transformation schaffen</title>
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                <abstract>Sexualit&#228;t ist ein Konstrukt, welches sich aus verschiedenen Erfahrungsebenen zusammensetzt. Die Sexualwissenschaft geht bei der Sexuellen Entwicklung von den Ebenen der Bed&#252;rfnisgeschichte, K&#246;rpergeschichte, Beziehungsgeschichte und Geschlechtsgeschichte aus. Diese Ebenen wollen erfragen unter welchen Umst&#228;nden sich die Sexualit&#228;t entwickelt hat. Wie wurden Bed&#252;rfnisse im sozialen Umfeld wahrgenommen? Wie wurde K&#246;rperlichkeit und Beziehung gelebt? Welchen Raum und welche Flexibilit&#228;t hat die Idee des Geschlechts und zu welcher Realit&#228;t und welchen Erfahrungen f&#252;hren diese Pr&#228;gungen?
Die Auseinandersetzung mit der eigenen oder sozialkonstruierten Sexualit&#228;t kann zum aktiv selbstbestimmten Leben beitragen und sichere Gemeinschaftsr&#228;ume gestalten anstatt unbewusste, angelernte Ideen eines so fragilen Bereiches aufrechtzuerhalten. Gerade im Hinblick auf die Problematik der sexualisierten Gewalt, in privaten Beziehungen wie Partnerschaften aber auch auf institutioneller Ebene zeigt sich die Dringlichkeit einer Thematisierung der Bedeutung und Nutzung der Sexualit&#228;t. Machtverh&#228;ltnisse halten sich aufrecht durch eine passive, aber auch aktive Reproduktion, k&#246;nnen durchbrochen werden durch individuelle als auch gemeinschaftliche Beobachtung, Reflexion und Transformation. Auf institutioneller Ebene kann die Auseinandersetzung hilfreich sein, um institutionalisierte Macht- und Gewaltverh&#228;ltnisse zu erforschen, Dominanzen zu entlarven und aufzubrechen, um f&#252;r ein sichereres Arbeits- und Lernumfeld mit Hilfe von Implementierung sch&#252;tzender und advokatorischer Strukturen zu sorgen. Ziel ist es, durch Reflexion aktiv werden zu k&#246;nnen und den geteilten Raum konstruktiv mitzugestalten.

Konkret: 
Was bringen wir aus der eigenen Historie mit? 
Was wollen wir teilen? 
Worunter leiden wir? 
Wie manifestiert sich dieses Leiden in Strukturen? 
Welche Bedingungen brauchen wir um gut miteinander leben und lernen zu k&#246;nnen? 
Wie k&#246;nnen diese in Umstrukturierung manifestiert werden?

Die sexuelle Bildung bietet hierzu verschiedene r&#228;umliche Methoden an, um sich gemeinsam in der Gruppe kennenzulernen und auszutauschen. Mithilfe von Sprache, Bildern oder eigenem k&#252;nstlerischem Ausdruck k&#246;nnen wir Informationen &#252;ber uns selbst und die anderen erfahren, abgleichen und erarbeiten, was auf individueller, gesellschaftlicher oder institutioneller Ebene umgesetzt werden will, kann oder muss.</abstract>
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                <title>&#196;sthetische Situierungen: Konstellation und Raumbildung nach dem &quot;Curatorial Turn in der Kunstp&#228;dagogik&quot;</title>
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                <type>Vortrag</type>
                <date>2026-10-09T09:15:00+00:00</date>
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                <abstract>Die Frage nach dem Handeln mit, in und durch R&#228;ume bildet einen zentralen Referenzpunkt aktueller kunstp&#228;dagogischer Praxis und Theorie. &apos;Raum&apos; tritt dabei nicht nur als Spezialthema etwa bild-hauerischer, skulpturaler oder objektbasierter Praktiken auf, sondern bildet eine Art Knotenpunkt, der sowohl die Kunstp&#228;dagogik als auch k&#252;nstlerische und kunsttheoretische Perspektiven ber&#252;hrt. W&#228;hrend der Zusammenhang von Raum und Bildung in der Kunstp&#228;dagogik (vgl. Winderlich 2020) und in der Erziehungswissenschaft (vgl. Nugel 2017) seit L&#228;ngerem diskutiert wird, liegt der Fokus meist entweder auf der Entwicklung und Vorstellung konkreter Raumkonzepte oder auf einer Reflexion der machtf&#246;rmigen Wirkung von R&#228;umen. Nur selten wird dabei den &#228;sthetischen Wirkungen von R&#228;umen ein eigenes theoretisches Gewicht einger&#228;umt. Wie sich &#228;sthetische Bildungen als sinnliche, leibliche Erfahrungen in und durch R&#228;ume vollziehen, scheint bis heute somit merkw&#252;rdig unerforscht und wird auf Ebene der kunstp&#228;dagogischen Praxis nur selten explizit reflektiert.
Im Anschluss an diese einleitenden &#220;berlegungen skizziere ich M&#246;glichkeiten &#228;sthetische Erfahrungen st&#228;rker als bislang als (r&#228;umlich-)situierte zu verstehen und binde diese konkret an meine empirische Untersuchung von Ausstellungserfahrungen zur&#252;ck. Daran anschlie&#223;end entwickele ich eine zweifache Wendung: zum einen lassen sich so &#228;sthetische Erfahrungen im Sinne einer &quot;&#196;sthetik der Situation&quot; (Huber 2020) grundlegend an konkrete Situationen und R&#228;ume r&#252;ckbinden. In die Aufmerksamkeit r&#252;ckt so nicht nur das Befremdungs-potenzial &#228;sthetischer Objekte, sondern auch wie und wodurch sich dieses jeweils aktualisiert und an welche situativen Infrastrukturen es gebunden ist. Zum anderen l&#228;sst sich mit einem derart situierten Nachdenken &#252;ber &#228;sthetische Erfahrungen auch verst&#228;rkt nach den habituellen Grundierungen &#228;sthetischer Erfahrungen fragen. &apos;R&#228;ume&apos; und &apos;Situationen&apos; werden im Kontext &#228;sthetischer Erfahrungen somit nicht als blo&#223;e Container oder Rahmungen aufgefasst, sondern als konkrete Handlungsr&#228;ume, in denen Subjekte mit ihren habituellen Vorerfahrungen performativ agieren (vgl. Kargin 2026). Rezeption l&#228;sst sich damit nicht nur als notwendige Bedingung &#228;sthetischer Erfahrung konzeptualisieren, sondern komplexes Antwortgeschehen (vgl. Waldenfels 2019) und als Praxis im Vollzug weitergehend reflektieren.
Diese Grundlegung ist f&#252;r die kunstp&#228;dagogische Praxis insofern von Bedeutung, als dass sie denkbar werden l&#228;sst, dass sich &#228;sthetische Bildungen eben nicht nur in der Auseinandersetzung mit &apos;&#228;sthetischen Objekten&apos;, quasi wie von selbst einstellen, sondern einer spezifischen Infrastruktur und Situation bed&#252;rfen und konstitutiv an Vorerfahrungen gebunden sind. Die kunstp&#228;dagogische Praxis l&#228;sst sich dann im Anschluss an den &quot;Curatorial Turn&quot; (Meyer 2014) als Praxis verstehen, die es nicht nur mit der Auswahl, Begr&#252;ndung und Reflexion von Lerngegenst&#228;nden zu tun hat, sondern im erweiterten Sinne als eine Arbeit an den Infrastrukturen der didaktischen Inszenierung und damit als performative Raum- und Situationsbildung.

Literatur
Huber, Hans Dieter (2020): &#196;sthetik der Situation. In: Meyer, Petra Maria (Hrsg.): Situationen. Theorien der Situation und k&#252;nstlerischen Praxis. Paderborn: Brill/Wilhelm Fink. S. 99&#8211;113.
Kargin, Fatma (2026): Rollenbildung. Zu responsiv-performativen Dimensionen der Erfahrung k&#252;nstlerischer Installationen. Bielefeld:
transcript.
Meyer, Torsten (2014): F&#252;r einen Curatorial Turn in der Kunstp&#228;dagogik. In: Meyer, Torsten/Kolb, Gila (Hrsg.): What&apos;s Next? Art Education. Ein Reader. M&#252;nchen: kopaed. S. 220&#8211;222.
Nugel (2017): Die Erziehungswissenschaft als Raumwissenschaft. Herausforderungen durch den spatial turn. In: Casale, Rita/Ricken, Norbert/Thomson, Christiane (Hrsg.): Die Sache(n) der Bildung. Schriftenreihe der Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie in der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Erziehungswissenschaft. Paderborn: Ferdinand Sch&#246;nigh. S.263-278.
Waldenfels, Bernhard (2019): Sinne und K&#252;nste im Wechselspiel. Modi &#228;sthetischer Erfahrung. 3. Auflage. Berlin: Suhrkamp.
Winderlich, Kirsten (2020): Der Raum als Lehr-Kraft: Zum &#228;sthetischen Bildungspotenzial von R&#228;umen. In: Kulturelle Bildung Online.
Quelle: https://www.kubi-online.de/artikel/raum-lehr-kraft-zum-aesthetischen-bildungspotenzial-raeumen [Zugriff: 14.04.2020].</abstract>
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                <title>Rettung ins Reale.  Zeugnisse r&#228;umlich-relationalen Handelns in verst&#246;render Zeit</title>
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                <abstract>Was haben mit Latrinen mit Camps im Mittelgebirge und Eremitagen in einem veralgten Weiher bei Ontario gemeinsam? Ganz klar: Um in ihnen zu &#252;berleben, muss man sich mit ihnen selbst auf spezifische Weise auseinandersetzen. Im Versuch, in krisenhaften Zeiten Sinn, Orientierung und ein Weiterleben zu organisieren, zeigt sich Raum als Bedingung sine qua non &#8211; erst im Raum wird Handeln real. Das nicht (mehr) Passende, Nichtgelingende zeigt sich in Zeiten der Umbr&#252;che, Vertreibungen, Glaubenskrisen und Neurodiversit&#228;ten als Impuls: Alternativen zu finden zugunsten von Beziehungen. Die Relation zur eigenen Handlungskraft und Wirksamkeit, zur Welt der anderen, zur eigenen geistigen Ausrichtung sowie zur Natur als Kraft und Nahrung. Alternative Praktiken daf&#252;r sind in der physischen Auseinandersetzung mit R&#228;umen zu finden. 
Die Darstellung dreier &#220;berlebenskonzepte umfasst die Jahre 800 bis heute, ihre Relevanz beziehen sie aus ihrer K&#252;hnheit und Wirksamkeit. Dem Raum/Wechsel werden dabei elementare Gegebenheiten zugesprochen, in seinen universellen und spezifischen Eigenschaften fordert und erlaubt er jeweils ein Handeln, das Alternativen zu Bestehendem gebiert und Ans&#228;tze von Rettung zeigt. Sinnhaftes Handelns ist in den vorgestellten Experimenten r&#228;umliches Handeln und damit Beziehungshandeln, Freiheiten entstehen, wo den Gesetzen des Raumes Folge geleistet wird.Vorgestellt werden die Langstreckenwanderungen des Psychiaters Fernand Deligny mit autistischen Kindern, Ziele institutioneller Fluchten bei den Mystikern, dargestellt durch den Religionsphilosophen Michel De Certeau sowie der Garten als wissenschaftstheoretisches Spannungsfeld der Botanikerin Robin Wall Kimmerer. Verbunden werden diese Ans&#228;tze durch Stimmen im Raum, sowohl die der Anwesenden, als auch jene von Voice X, dem Improvisations- und Vokalensemble, mit dem die Vortragende zusammenarbeitet.</abstract>
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                <title>Zwischen Schule und Stra&#223;e: ein Kiosk &#65077; Aneignungsorientierte Teilhabe am Kulturkiosk Schranke in Konstanz</title>
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                <type>Workshop</type>
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                <abstract>Ein Kiosk.
Ein Ort, an dem man kurz stehen bleibt. Oder sich setzt.
Kauft. Wartet. Isst. Weitergeht.
Was passiert, wenn wir l&#228;nger bleiben?
Der Kulturkiosk Schranke wird im Verlauf von zehn Monaten zu einem Raum des konkreten Erprobens: zu einem
Zwischenraum, einem M&#246;glichkeitsraum, einem Verhandlungsraum.
Jugendliche kommen. Aus unterschiedlichen Schulen, Kontexten, mit unterschiedlichen Geschichten.
Sie bringen Zeit mit &#8211; oder auch nicht.
Sie bringen sich ein &#8211; oder beobachten erst einmal.
Der Raum antwortet nicht sofort.
Er wird gelesen.
Und dann schreiben wir uns ein?
Was passiert, wenn wir ihn f&#252;r uns nutzen?
Die Lecture Performance folgt den Bewegungen, der Sch&#252;ler*innen, die den Raum durchkreuzen: dem Ann&#228;hern, dem
Z&#246;gern, dem Eingreifen (&#8230;, dem Verweilen, dem Verweigern, dem Vorbeigehen, ...)
Techniken des Ann&#228;herns.
Techniken des Z&#246;gerns.
Techniken des Eingreifens.
Sie fragt:
Wie wird ein &#246;ffentlicher Ort zum Handlungsraum?
Wie wird aus Teilnahme Teilhabe?
Wann beginnt Aneignung?
Wie k&#246;nnen k&#252;nstlerische Praktiken dabei unterst&#252;tzen &#8211; und welche?
Aus meiner kunstp&#228;dagogischen Praxis heraus, die auf Handlung, Erfahrung und k&#252;nstlerische Forschung setzt, ver-
schiebt sich der Fokus: weg von Vermittlung, hin zum gemeinsamen Tun im realen Raum.
Weg von der Schule &#8211; hinein in einen Raum ohne klare Regeln,
aber mit vielen impliziten. Und neuen, die ausgehandelt werden m&#252;ssen.
Wer handelt?
Wer darf hier was?
Wer spricht?
Wer wird gesehen?
Es entstehen Arbeiten, die nicht bleiben m&#252;ssen:
performative Setzungen, fl&#252;chtige Installationen, Gespr&#228;che, die sich einschreiben und wieder verschwinden.
Kunst als Handlung im Moment, im Raum.
Als Angebot. An einem Kiosk.
Unterschiedliche Schulklassen treffen auf andere Akteur*innen: G&#228;ste, Vereinsmitglieder, K&#252;nstler*innen,
Mitarbeiter*innen, Menschen aus dem Quartier.
Begegnungen entstehen situativ.
&#220;berschneidungen &#8211; und Reibungen.
In diesen Reibungen liegt Potenzial:
f&#252;r das Aushandeln von Differenz,
f&#252;r gemeinsames Gestalten, das nicht vorprogrammiert ist.
Nicht alles gelingt.
Manches bleibt fragmentarisch.
Manches wird nicht angenommen.
Manches scheitert an Zeit, Struktur oder Unsicherheit.
Der &#246;ffentliche Raum ist kein neutraler Boden.
Er ist umk&#228;mpft, begrenzt, oft exklusiv.
Wenn ein Ort f&#252;r alle sein soll &#8211; wen schlie&#223;t er aus?
Im Vor&#252;bergehen entsteht etwas:
ein Moment von Aufmerksamkeit,
eine Verschiebung im Blick,
ein anderes Verh&#228;ltnis zum Ort.
Verantwortung ber&#252;hrt den Raum:
Wir waren hier.
Der Kulturkiosk Schranke wird zum Labor:
f&#252;r kunstp&#228;dagogische Praxis im &#246;ffentlichen Raum,
f&#252;r Beteiligung, die mehr ist als Mitmachen,
f&#252;r eine Kultur, die im Vor&#252;bergehen entsteht &#8211;
und vielleicht bleibt.

Seit M&#228;rz 2026 leite ich f&#252;r zehn Monate und in Teilzeit das gef&#246;rderte Projekt Begegnungsort Kulturkiosk Schranke. Es nutzt die bestehende Struktur des Kiosks, um Begegnungen mit und zwischen Jugendlichen durch Beteiligungsformate zu erm&#246;glichen (z. B. durch Kooperationen mit Schulklassen). Der Fokus liegt auf aneignungsorientierter Teilhabe. 
Als K&#252;nstlerin und Kunstp&#228;dagogin m&#246;chte ich dieses Projekt als Lecture Performance reflektieren und vorstellen. Die Lecture Performance macht Prozesse der letzten acht Monate sichtbar: Erz&#228;hlungen, Bilder, Handlungen, Br&#252;che.

Der Kulturkiosk Schranke e.V. betreibt mit rund 100 Mitgliedern, 20 Angestellten und vier Vorst&#228;nden einen Kiosk in Konstanz. Seit Anfang 2022 ist er ein Begegnungsort inmitten einer vielf&#228;ltigen Nachbarschaft. Das Geb&#228;ude ist im Vereinsbesitz, die Au&#223;enfl&#228;che (ca. 400 m&#178;) wird von der Stadt Konstanz gemietet. Herzst&#252;ck ist der Kioskbetrieb &#8211; denn Essen verbindet. Der Kiosk versteht sich als Alltags- und Begegnungsort, der gesellschaftliche Herausforderungen dort adressiert, wo sie entstehen: mitten in der Nachbarschaft. Ein Ort, an dem sich alle willkommen und sicher f&#252;hlen sollen. Denn es braucht R&#228;ume, in denen unterschiedliche Menschen und Meinungen aufeinandertreffen.</abstract>
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                <title>Moderierter Austausch zu den Impulsvortr&#228;gen</title>
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                <abstract>Zeit f&#252;r Fragen und Diskussion zu den drei Impulsvortr&#228;gen</abstract>
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                <title>Raum erkunden, verhandeln, sichtbar machen</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Workshop</type>
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                <duration>01:30</duration>
                <abstract>R&#228;ume sind nicht einfach vorhanden &#8211; sie werden hergestellt (vgl. Ballath 2024: 137). Das beginnt in den &#246;ffentlichen Verkehrsmitteln, auf der Stra&#223;e und ganz sicher in Lernr&#228;umen.
Im Alltag begegnen wir Raum oft als selbstverst&#228;ndlich, nehmen ihn als unver&#228;nderlich, gegeben hin. In den k&#252;nstlerisch-gestalterischen F&#228;chern sehen wir grosses Potential, um Raum mit k&#252;nstlerischen und gestalterischen Methoden in den Blick zu nehmen.
Ziel des Workshops ist es, klassische Raumverst&#228;ndnisse produktiv zu verlernen. Verlernen meint hier nicht, etwas m&#252;hevoll Erlerntes wieder zu vergessen (vgl. Sternfeld 2014), sondern im Sinne eines k&#252;nstlerisch-reflexiven Neuansatzes, sich den Raum als formbares, widerst&#228;ndiges und wirkm&#228;chtiges Material zu erschliessen.
Der Workshop gr&#252;ndet auf Erfahrungen aus mehreren laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekten: 
1) Commoning l&#228;ndliche Baukultur. Die Baukulturexpert:innen von morgen (Lea Weniger, Gila Kolb u. a., 2022&#8211;2025), 
2) Baukulturelle Bildung als &#228;sthetische Diskurspraxis (Dissertation Eva Chen, laufend) sowie 
3) Building together. Redefining Baukultur through children&apos;s perspectives (SNF-gef&#246;rdertes Projekt, 2025&#8211;2029, Gila Kolb, Lea Weniger, Eva Chen, Carolin Schurr u. a.). 

Allen Projekten gemeinsam ist die Grundannahme, dass dass (hergestellte) R&#228;ume f&#252;r Menschen pr&#228;gend und zugleich ver&#228;nderbar sind. Mittels k&#252;nstlerisch-partizipa-tiver Methoden werden r&#228;umliche Bedeutungen aus verschiedenen Perspektiven erforscht, verhandelt und sichtbar gemacht &#8211; sowohl auf der Ebene der Schule, der ausserschulischen Bildung und der Lehre in der Hochschule.
Im Workshop vermitteln wir nach einem kurzen Input k&#252;nstlerisch informierte Formate und &#220;bungen, mit denen R&#228;ume materialbezogen, k&#246;rperlich und performativ erkundet werden k&#246;nnen. Dabei erproben die Teilnehmenden Strategien, mit denen sie R&#228;ume nicht nur wahrnehmen, sondern k&#252;nstlerisch-gestalterisch intervenierend befragen und neu entwerfen k&#246;nnen. Zum Beispiel zu folgenden Fragen:
Wie l&#228;sst sich Raum mit dem K&#246;rper lesen? 
Welche Machtverh&#228;ltnisse schreiben sich in R&#228;ume ein? 
Wie k&#246;nnen hegemoniale Raumordnungen sichtbar und verhandelbar gemacht werden?
Die vorgestellten Formate wurden sowohl f&#252;r die Hochschullehre als auch f&#252;r den Schulunterricht konzipiert und erprobt. Sie verbinden &#228;sthetisch-forschendes Handeln mit didaktischer Reflexion und richten sich an Lehrende und Lernende aller Altersstufen.

Literatur:
Ballath, Silke (2024). Kontextspezifische (Aushandlungs-) R&#228;ume pluraler Beziehungsweisen: Ethnographie k&#252;nstlerisch-edukativer Prozesse in einem Modellprogramm. M&#252;nchen: kopaed.
L&#246;w, Martina (2012). Raumsoziologie. 7. Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Sternfeld, Nora (2014): Verlernen vermitteln. Hamburg: L&#252;dke.act</abstract>
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                    <person id='85'>Eva Chen</person><person id='86'>Gila Kolb</person><person id='87'>Lea Weniger</person>
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                <room>FLAG Pavillon</room>
                <title>Die Kunst des Fahrens - &#214;ffentlichkeiten durch k&#252;nstlerische Aktionsr&#228;ume in Parks in M&#252;nchen</title>
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                <type>Workshop</type>
                <date>2026-10-09T14:00:00+00:00</date>
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                <abstract>Der Verein Kultur &amp; Spielraum bietet kulturelle und politische Bildungsprojekte f&#252;r Kinder und Jugendliche in verschiedenen Stadtteilen M&#252;nchens an. Sein Ansatz geht auf das Jahr 1968 zur&#252;ck, als die Gruppe KEKS (Kunst, Bildung, Kybernetik, Soziologie) den st&#228;dtischen Raum als Ort des Lernens und Spielens untersuchte, wobei der Prozess des gemeinsamen Schaffens mit offenem Ergebnis als zentrale Elemente einer k&#252;nstlerischen P&#228;dagogik im Vordergrund standen.
Dieser Beitrag konzentriert sich auf eine praktische Reflexion der impliziten Ergebnisse eines der Projekte dieses Vereins, Der Fahrende Raum. Seit zehn Jahren in regelm&#228;&#223;ig wechselnden &#246;ffentlichen Parks M&#252;nchens aktiv, ist dieser Raum f&#252;r k&#252;nstlerisches Handeln und Transformation in vielf&#228;ltige soziokulturelle Kontexte eingebettet. Ortsspezifische Bez&#252;ge der Peripherie M&#252;nchens bestimmen seine Situiertheit. Ein Treffpunkt, Atelier, Archiv, B&#252;hne &#8211; ein Raum, der offen ist f&#252;r Erkundung und Selbstausdruck an der Seite lokaler oder internationaler K&#252;nstlerinnen (Meunier, 2020) und den k&#252;nstlerischen Ausdruck als freie Form sozialer Interaktion einbezieht.
Diese Aktionsr&#228;ume bringen Prozesse der Mitgestaltung und Selbstorganisation im &#246;ffentlichen Raum hervor: Das Sammeln, Teilen und die entsprechende Verbreitung dieser Erfahrungen durch Pr&#228;sentationen und Publikationen sind zugleich politische und p&#228;dagogische Strategien, das hei&#223;t, sie l&#246;sen Reaktionen aus, die wiederum neue Aktionen hervorbringen (Burkhalter, 2018). So k&#246;nnen beispielsweise Kinder selbst zu Reporterinnen oder Journalistinnen ihres Stadtviertels werden, wie schon damals von der Gruppe KEKS als Praxis erprobt und als &#8222;Didaktik der Wirklichkeitsaneignung&#8220; bezeichnet (Gr&#252;neisl, 2017).
Indem wir &#252;ber diese Dialektik des Raums nachdenken, wollen wir seine territorialen Grenzen und transformativen Verbindungen erkunden: ein tempor&#228;res soziales Territorium durch Sozialisierung, Zuh&#246;ren, Diskussion und den Aufbau von Beziehungen, wodurch Vertrauen gef&#246;rdert wird und Kommunikationsl&#252;cken geschlossen werden (K&#246;hler, 2024). W&#228;hrend sich der Raum zum Ende jedes Sommers aufl&#246;st, bleiben physische Spuren auf dem Boden zur&#252;ck: Tempor&#228;re Markierungen im Gras zeugen von den Ereignissen, die dort stattfanden, wobei sie die physische und soziale Landschaft in einem passiven Akt der Reflexion ver&#228;ndern. Der Austausch von Wissen und Erfahrung zwischen eingeladenen und ans&#228;ssigen K&#252;nstlerinnen &#8211; sei es vor Ort oder in Publikationen &#8211; n&#228;hrt und pr&#228;gt k&#252;nstlerische Praktiken und soziale Gewohnheiten neu.
So umrei&#223;t diese vor&#252;bergehende Besetzung des Raums ein potenzielles Handlungsfeld f&#252;r kulturelle Vermittlung, soziale Interaktion, gemeinschaftliches Wiedersehen und k&#252;nstlerische Transformation. Dieser Raum agiert diversit&#228;tssensibel und &#246;ffnet sich Fragen der Inklusion und l&#228;dt dazu im besonderen Positionen ein, die sich &#196;sthetiken des Zugangs widmen. In seiner Genese reicht die r&#228;umliche Form dabei von der Zwischennutzung eines Einkaufszentrums in Kombination mit einer mobilen Wageneinheit &#252;ber eine zeltartige Architektur zu einer mobilen B&#252;hne in Kombination mit einer industriellen Struktur aus Ger&#252;st und Containern.
Im Sommer- und Wintersemester 2026/27 werden die Fragestellungen f&#252;r Studierende der Kunstp&#228;dagogik an der Akademie der Bildenden K&#252;nste M&#252;nchen beforschbar. Diese bieten im Rahmen einer Sommer School Programm f&#252;r Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Garten der Kunstakademie an und leiten daraus im Winter theoretische Fragen ab. Dabei spielt f&#252;r die Studierenden die &#252;berregionale Recherche historischer Kontexte von Aktionsp&#228;dagogik eine ebenso gro&#223;e Rolle wie die Verhandlung der eigenen k&#252;nstlerischen Position.


Literatur:
BURKHALTER, G. (2018). &#8222;KEKS (Kunst Erziehung Kybernetik Soziologie)&#8220; in: The Playground Project, Z&#252;rich: JRP Editions SA
GR&#220;NEISL, G. (2017). &#8222;Der Aktionsraum - Vermittler zwischen Kunst und P&#228;dagogik&#8220;, in: Der Fahrende Raum &#8211; Flugschrift Nr. 2 - Aktionsr&#228;ume, Kultur und Spielraum e.V. (Hg.) M&#252;nchen
K&#214;HLER, S. (2024). &#8222;Spur&#8220;, in: Der Fahrende Raum &#8211; Flugschrift Nr. 9, Kultur und Spielraum e.V. (Hg.), M&#252;nchen
MEUNIER, K. (2020). &#8220;Der Fahrende Raum und Die Vierte Wand der dritten P&#228;dagogin&#8221;, in: Ich singe nicht f&#252;r Bilder sch&#246;ne Lieder, Neuer Essener Kunstverein e.V., Kunstverein M&#252;nchen e.V.</abstract>
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                <title>BACKROUND CHECK Digitale Raumpraxis als Bildproduktion</title>
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                <type>Workshop</type>
                <date>2026-10-09T11:30:00+00:00</date>
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                <duration>01:30</duration>
                <abstract>Im Workshop BACKROUND CHECK wird der Hintergrund bei Videokonferenzen als spezifischer Ort digitaler Raumpraxis verstanden. Ausgangspunkt dabei ist die Beobachtung, dass besagte Hintergr&#252;nde als indexikalische Zeichen dienen: In ihnen verbinden sich physischer Raum, mediale Rahmung und soziale Selbstrepr&#228;sentation. Der Hintergrund zeigt nicht einfach einen Ort, sondern produziert einen lesbaren Bildraum, in dem Sichtbarkeit organisiert, Kontext markiert und Zugeh&#246;rigkeit mitverhandelt wird. Wie betrachte und verarbeite ich die Zoom-Kacheln der anderen? Wie gestalte/ betone/ verstecke ich meinen physischen Raum zugunsten meines digitalen Auftritts? Wir wollen die Gestaltung des Hintergrunds als eine Form der digitalen Raumpraxis verstehen und im Workshop den &#252;berlagerten Bedeutungsebenen von Repr&#228;sentation und Ausschluss im selbstgestalteten hybriden Raumerleben nachgehen.
In Anlehnung an Roland Barthes l&#228;sst sich der Bildausschnitt als begrenztes Segment verstehen, das einen Teil der Wirklichkeit hervorhebt und anderes ausblendet; genau darin liegt seine &#228;sthetische und politische Wirksamkeit (Barthes 1970, zit. nach Manovich 2001). Der digitale Raum in Videokonferenzen erscheint nicht als immersive Einheit, sondern als &#252;berlagerte Situation. Eine Situation, in der physischer Raum, mediale Darstellung und vermeintliche soziale Situierung gleichzeitig wirksam sind (ebd. 2001). Einzelne Bildfenster einer Videokonferenz lassen sich als hypermediale Struktur verstehen: Mehrere Perspektiven koexistieren gleichzeitig, ohne in einem homogenen Raum aufzugehen. Jeder Hintergrund repr&#228;sentiert einen eigenen Ausschnitt, aber erst in ihrer Gleichzeitigkeit entsteht ein kollektiver digitaler Raum (Bolter/Grusin 1999). Damit verbindet der Workshop die individuelle Verortung mit einer gemeinsamer Bildpraxis. Der digitale Raum erscheint nicht als neutraler Container, sondern als relationale Anordnung.
Der virtuelle Hintergrund ist dann auch als sozial codierter Raum zu verstehen: Welche Spuren von Alltag und Klasse werden (un)lesbar? 
Was bedeutet es, wenn der virtuelle Hintergrund bewusst inszeniert oder nicht beachtet wird? Hier kn&#252;pft der Workshop an Ans&#228;tze kritischer Kunstvermittlung an, die Vermittlung als Praxis der Analyse, Dekonstruktion und m&#246;glichen Transformation institutioneller und visueller Ordnungen verstehen (M&#246;rsch 2009). 
Der Workshop zielt entsprechend nicht auf die Vermittlung gesicherten Wissens, sondern auf die gemeinsame Untersuchung eines allt&#228;glichen, aber selten reflektierten Bildph&#228;nomens. Methodisch nutzt der Workshop zwei der g&#228;ngigen digitalen Productivity Tools: Zoom als Videokonferenzdienst und Miro als kollaboratives Whiteboard. Die Teilnehmenden arbeiten aus der Erinnerung an ihren eigenen digitalen Hintergr&#252;nden &#8211; zeichnend und beschreibend, analog und digital, suchend und fragend. Daraus entstehen wird zum einen ein Nachdenken &#252;ber den digitalen Habitus. Zum anderen werden M&#246;glichkeitsr&#228;ume f&#252;r das kollaborative Arbeiten im Digitalen gemeinsam ausgelotet und f&#252;r die Hochschullehre der Kunstp&#228;dagogik produktiv gemacht.
&#8220;BACKROUND CHECK: Digitale Raumpraxis als Bildproduktion&#8221; versteht den Zoom-Hintergrund somit als k&#252;nstlerisches und p&#228;dagogisches Material: als Ausschnitt, Erinnerungsraum, soziale Oberfl&#228;che und kollektives Bildfeld. Zusammen wird untersucht, wie Gemeinschaft im digitalen Raum nicht trotz, sondern gerade durch solche gerahmten und fragmentierten Sichtbarkeiten entsteht.

LITERATUR
Bolter, Jay David / Grusin, Richard (1999): Remediation: Understanding New Media. Cambridge, MA: MIT Press.
Cleland, Kathy (2008): Image Avatars: Self-Other Encounters in a Mediated World. Dissertation zur Erlangung des Grades Doctor of Philosophy, University of
Technology, Sydney.
Liu, Alan (2014): &#8220;The Big Bang of Online Reading.&#8221; In: Arthur, Paul Longley / Bode, Katherine (Hg.): Advancing Digital Humanities: Research, Methods,
Theories. Basingstoke: Palgrave Macmillan, S. 274&#8211;283.
Manovich, Lev (2001): The Language of New Media. Cambridge, MA: MIT Press.
Moore, Christopher (2014): &#8220;Screenshots as Virtual Photography: Cybernetics, Remediation, and Affect.&#8221; In: Arthur, Paul Longley / Bode, Katherine (Hg.):
Advancing Digital Humanities: Research, Methods, Theories. Basingstoke: Palgrave Macmillan, S. 141&#8211;159.
M&#246;rsch, Carmen (2009): Kunstvermittlung II: Zwischen kritischer Praxis und Dienstleistung auf der documenta 12. Z&#252;rich: diaphanes.</abstract>
                <slug>spot-on-94-backround-check-digitale-raumpraxis-als-bildproduktion</slug>
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                <title>Raum f&#252;r Spekulation / Recht auf Hoffnung</title>
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                <abstract>Was bedeutet es, einen Raum f&#252;r etwas zu schaffen, das noch nicht sichtbar ist &#8211; und dessen Eintreten ungewiss bleibt?
Der Workshop untersucht Raum als kollektiven, spekulativen und prozessualen Gegenstand. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden auf dem Campus der ABK Stuttgart drei mykorrhizierte Tr&#252;ffelsetzlinge gepflanzt und aus einem kuratierten Materialpool reversible Schutzstrukturen um sie entwickelt. So entsteht innerhalb von 120 min eine ortsspezifische Versuchsanordnung, die sich weit &#252;ber die Dauer des Workshops hinausstreckt.
Tr&#252;ffel entstehen unterirdisch in komplexen Beziehungen zwischen Pilz, Wirtsbaum, Boden und klimatischen Bedingungen. Bis zur ersten Ernte vergehen mehrere Jahre und ob tats&#228;chlich Tr&#252;ffel wachsen, bleibt ungewiss. Dennoch wird die M&#246;glichkeit ihrer Entstehung zum Anlass, sich den gegenw&#228;rtigen Raum anzueignen. Durch das gemeinsame Handeln wird ein Teil des Campus neu definiert und seine zuk&#252;nftige Entwicklung diskursiv betrachtet.
Kollektivit&#228;t bildet das Fundament in dieser Arbeit. Als erster Schritt wird der Boden vorbereitet, bepflanzt und bew&#228;ssert. Im zweiten Schritt entwickeln die Teilnehmenden aus vorab ausgew&#228;hlten Materialien r&#228;umliche Strukturen, die die Pflanzungen sch&#252;tzen, markieren und in den bestehenden Campus einschreiben. Der Materialpool und m&#246;gliche F&#252;gungsprinzipien bilden einen gesetzten Rahmen, innerhalb dessen unterschiedliche L&#246;sungen gefunden werden k&#246;nnen.
Der entstehende Ort wird zum Verhandlungsraum zwischen gesetzten Bedingungen, kollektiven Entscheidungen und nicht kontrollierbaren Entwicklungen. Sorge wird dabei nicht als Garantie eines bestimmten Ergebnisses verstanden, sondern als Bereitschaft, Aufmerksamkeit und Verantwortung an einen offenen Prozess zu binden. Der Boden erscheint nicht nur als verf&#252;gbare Fl&#228;che oder Tr&#228;ger eines zuk&#252;nftigen Produkts, sondern als Teil eines Beziehungsgef&#252;ges, von dessen Bedingungen die Entwicklung abh&#228;ngt. Das Pflanzen und Sch&#252;tzen verr&#228;umlicht den Akt der Sorge und macht ihn sichtbar.
Noch bevor ein Tr&#252;ffel tats&#228;chlich entstanden ist, ist seine M&#246;glichkeit mit Vorstellungen von monet&#228;rem Wert verbunden. Der Workshop greift damit eine spekulative Logik auf, in der zuk&#252;nftiger Wert bereits gegenw&#228;rtige R&#228;ume und Handlungen organisiert. Zugleich bleibt offen, ob und wie dieser Wert jemals realisiert wird.
Der m&#246;gliche Ertrag ist nicht Ziel der gemeinsamen Handlung, sondern Anlass, Wertvorstellungen zu befragen: Was definieren wir als sch&#252;tzenswert? 
Warum geben wir einer ungewissen Zukunft Raum? Und entsteht Wert erst im m&#246;glichen Produkt &#8211; oder bereits in der gemeinsamen Handlung, im Sorgetragen und in der Beziehung zu einem Ort?
Der Workshop f&#252;hrt performative, materielle und &#246;kologische Perspektiven in einer gemeinsamen Raumpraxis zusammen. K&#246;rperliche Handlung, materielle Setzungen und kollektive Entscheidungen greifen ineinander und machen Raum als etwas erfahrbar, das nicht gegeben ist, sondern durch Aneignung, Einschreibung und Verhandlung entsteht.</abstract>
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