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DTSTART:20261009T101500Z
DTEND:20261009T104500Z
DESCRIPTION:Ein Kiosk.\nEin Ort\, an dem man kurz stehen bleibt. Oder sich 
 setzt.\nKauft. Wartet. Isst. Weitergeht.\nWas passiert\, wenn wir länger 
 bleiben?\nDer Kulturkiosk Schranke wird im Verlauf von zehn Monaten zu ein
 em Raum des konkreten Erprobens: zu einem\nZwischenraum\, einem Möglichke
 itsraum\, einem Verhandlungsraum.\nJugendliche kommen. Aus unterschiedlich
 en Schulen\, Kontexten\, mit unterschiedlichen Geschichten.\nSie bringen Z
 eit mit – oder auch nicht.\nSie bringen sich ein – oder beobachten ers
 t einmal.\nDer Raum antwortet nicht sofort.\nEr wird gelesen.\nUnd dann sc
 hreiben wir uns ein?\nWas passiert\, wenn wir ihn für uns nutzen?\nDie Le
 cture Performance folgt den Bewegungen\, der Schüler*innen\, die den Raum
  durchkreuzen: dem Annähern\, dem\nZögern\, dem Eingreifen (…\, dem Ve
 rweilen\, dem Verweigern\, dem Vorbeigehen\, ...)\nTechniken des Annähern
 s.\nTechniken des Zögerns.\nTechniken des Eingreifens.\nSie fragt:\nWie w
 ird ein öffentlicher Ort zum Handlungsraum?\nWie wird aus Teilnahme Teilh
 abe?\nWann beginnt Aneignung?\nWie können künstlerische Praktiken dabei 
 unterstützen – und welche?\nAus meiner kunstpädagogischen Praxis herau
 s\, die auf Handlung\, Erfahrung und künstlerische Forschung setzt\, ver-
 \nschiebt sich der Fokus: weg von Vermittlung\, hin zum gemeinsamen Tun im
  realen Raum.\nWeg von der Schule – hinein in einen Raum ohne klare Rege
 ln\,\naber mit vielen impliziten. Und neuen\, die ausgehandelt werden müs
 sen.\nWer handelt?\nWer darf hier was?\nWer spricht?\nWer wird gesehen?\nE
 s entstehen Arbeiten\, die nicht bleiben müssen:\nperformative Setzungen\
 , flüchtige Installationen\, Gespräche\, die sich einschreiben und wiede
 r verschwinden.\nKunst als Handlung im Moment\, im Raum.\nAls Angebot. An 
 einem Kiosk.\nUnterschiedliche Schulklassen treffen auf andere Akteur*inne
 n: Gäste\, Vereinsmitglieder\, Künstler*innen\,\nMitarbeiter*innen\, Men
 schen aus dem Quartier.\nBegegnungen entstehen situativ.\nÜberschneidunge
 n – und Reibungen.\nIn diesen Reibungen liegt Potenzial:\nfür das Ausha
 ndeln von Differenz\,\nfür gemeinsames Gestalten\, das nicht vorprogrammi
 ert ist.\nNicht alles gelingt.\nManches bleibt fragmentarisch.\nManches wi
 rd nicht angenommen.\nManches scheitert an Zeit\, Struktur oder Unsicherhe
 it.\nDer öffentliche Raum ist kein neutraler Boden.\nEr ist umkämpft\, b
 egrenzt\, oft exklusiv.\nWenn ein Ort für alle sein soll – wen schließ
 t er aus?\nIm Vorübergehen entsteht etwas:\nein Moment von Aufmerksamkeit
 \,\neine Verschiebung im Blick\,\nein anderes Verhältnis zum Ort.\nVerant
 wortung berührt den Raum:\nWir waren hier.\nDer Kulturkiosk Schranke wird
  zum Labor:\nfür kunstpädagogische Praxis im öffentlichen Raum\,\nfür 
 Beteiligung\, die mehr ist als Mitmachen\,\nfür eine Kultur\, die im Vor
 übergehen entsteht –\nund vielleicht bleibt.\n\nSeit März 2026 leite i
 ch für zehn Monate und in Teilzeit das geförderte Projekt Begegnungsort 
 Kulturkiosk Schranke. Es nutzt die bestehende Struktur des Kiosks\, um Beg
 egnungen mit und zwischen Jugendlichen durch Beteiligungsformate zu ermög
 lichen (z. B. durch Kooperationen mit Schulklassen). Der Fokus liegt auf a
 neignungsorientierter Teilhabe. \nAls Künstlerin und Kunstpädagogin möc
 hte ich dieses Projekt als Lecture Performance reflektieren und vorstellen
 . Die Lecture Performance macht Prozesse der letzten acht Monate sichtbar:
  Erzählungen\, Bilder\, Handlungen\, Brüche.\n\nDer Kulturkiosk Schranke
  e.V. betreibt mit rund 100 Mitgliedern\, 20 Angestellten und vier Vorstä
 nden einen Kiosk in Konstanz. Seit Anfang 2022 ist er ein Begegnungsort in
 mitten einer vielfältigen Nachbarschaft. Das Gebäude ist im Vereinsbesit
 z\, die Außenfläche (ca. 400 m²) wird von der Stadt Konstanz gemietet. 
 Herzstück ist der Kioskbetrieb – denn Essen verbindet. Der Kiosk verste
 ht sich als Alltags- und Begegnungsort\, der gesellschaftliche Herausforde
 rungen dort adressiert\, wo sie entstehen: mitten in der Nachbarschaft. Ei
 n Ort\, an dem sich alle willkommen und sicher fühlen sollen. Denn es bra
 ucht Räume\, in denen unterschiedliche Menschen und Meinungen aufeinander
 treffen.
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LOCATION:FLAG Pavillon
SUMMARY:Zwischen Schule und Straße: ein Kiosk ︵ Aneignungsorientierte Te
 ilhabe am Kulturkiosk Schranke in Konstanz - Veronika Schneider
URL:https://konferenz.abk-stuttgart.de/spot-on/talk/HKLDGJ/
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