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DTSTART:20261009T140000Z
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DESCRIPTION:Was bedeutet es\, einen Raum für etwas zu schaffen\, das noch 
 nicht sichtbar ist – und dessen Eintreten ungewiss bleibt?\nDer Workshop
  untersucht Raum als kollektiven\, spekulativen und prozessualen Gegenstan
 d. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden auf dem Campus der ABK Stuttgart
  drei mykorrhizierte Trüffelsetzlinge gepflanzt und aus einem kuratierten
  Materialpool reversible Schutzstrukturen um sie entwickelt. So entsteht i
 nnerhalb von 120 min eine ortsspezifische Versuchsanordnung\, die sich wei
 t über die Dauer des Workshops hinausstreckt.\nTrüffel entstehen unterir
 disch in komplexen Beziehungen zwischen Pilz\, Wirtsbaum\, Boden und klima
 tischen Bedingungen. Bis zur ersten Ernte vergehen mehrere Jahre und ob ta
 tsächlich Trüffel wachsen\, bleibt ungewiss. Dennoch wird die Möglichke
 it ihrer Entstehung zum Anlass\, sich den gegenwärtigen Raum anzueignen. 
 Durch das gemeinsame Handeln wird ein Teil des Campus neu definiert und se
 ine zukünftige Entwicklung diskursiv betrachtet.\nKollektivität bildet d
 as Fundament in dieser Arbeit. Als erster Schritt wird der Boden vorbereit
 et\, bepflanzt und bewässert. Im zweiten Schritt entwickeln die Teilnehme
 nden aus vorab ausgewählten Materialien räumliche Strukturen\, die die P
 flanzungen schützen\, markieren und in den bestehenden Campus einschreibe
 n. Der Materialpool und mögliche Fügungsprinzipien bilden einen gesetzte
 n Rahmen\, innerhalb dessen unterschiedliche Lösungen gefunden werden kö
 nnen.\nDer entstehende Ort wird zum Verhandlungsraum zwischen gesetzten Be
 dingungen\, kollektiven Entscheidungen und nicht kontrollierbaren Entwickl
 ungen. Sorge wird dabei nicht als Garantie eines bestimmten Ergebnisses ve
 rstanden\, sondern als Bereitschaft\, Aufmerksamkeit und Verantwortung an 
 einen offenen Prozess zu binden. Der Boden erscheint nicht nur als verfüg
 bare Fläche oder Träger eines zukünftigen Produkts\, sondern als Teil e
 ines Beziehungsgefüges\, von dessen Bedingungen die Entwicklung abhängt.
  Das Pflanzen und Schützen verräumlicht den Akt der Sorge und macht ihn 
 sichtbar.\nNoch bevor ein Trüffel tatsächlich entstanden ist\, ist seine
  Möglichkeit mit Vorstellungen von monetärem Wert verbunden. Der Worksho
 p greift damit eine spekulative Logik auf\, in der zukünftiger Wert berei
 ts gegenwärtige Räume und Handlungen organisiert. Zugleich bleibt offen\
 , ob und wie dieser Wert jemals realisiert wird.\nDer mögliche Ertrag ist
  nicht Ziel der gemeinsamen Handlung\, sondern Anlass\, Wertvorstellungen 
 zu befragen: Was definieren wir als schützenswert? \nWarum geben wir eine
 r ungewissen Zukunft Raum? Und entsteht Wert erst im möglichen Produkt 
 – oder bereits in der gemeinsamen Handlung\, im Sorgetragen und in der B
 eziehung zu einem Ort?\nDer Workshop führt performative\, materielle und 
 ökologische Perspektiven in einer gemeinsamen Raumpraxis zusammen. Körpe
 rliche Handlung\, materielle Setzungen und kollektive Entscheidungen greif
 en ineinander und machen Raum als etwas erfahrbar\, das nicht gegeben ist\
 , sondern durch Aneignung\, Einschreibung und Verhandlung entsteht.
DTSTAMP:20260921T054701Z
LOCATION:Aka-Garten
SUMMARY:Raum für Spekulation / Recht auf Hoffnung - Sarah Maria Serve\, Ra
 fael Rychlik
URL:https://konferenz.abk-stuttgart.de/spot-on/talk/HTW7JX/
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