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DESCRIPTION:Was\, wenn es nicht nur drei räumliche Dimensionen gibt? Was\,
  wenn wir Innen und Außen zugleich sehen könnten? Was\, wenn Raum plötz
 lich neu imaginiertbar wird? Die Vorstellung einer vierten räumlichen Dim
 ension inspirierte Romane wie Flächenland (Edwin A. Abbott) oder Der Berg
  Analog (René Daumal) sowie bildende Künstler:innen wie Salvador Dalí b
 is zu Tony Robbins und wirkte gar auf Stilrichtungen wie den Kubismus und 
 Futurismus ein (vgl. Henderson\, 1983). Durch das Konstrukt einer vierten 
 Dimension\, das auch in der Quantenphysik genutzt wird\, wird die Erweiter
 ung der Darstellung über die menschlich visuell wahrnehmbare Umwelt hinau
 s angeregt – etwa die Multiperspektivität oder die Umstülpung von Inne
 rem und Äußerem. N-dimensionale Theorien spornten Künstler:innen an\, t
 echnologische Entwicklungen\, mathematische Berechnungen sowie philosophis
 che Denkräume (vgl. Volkert 2018\, S. 183 ff.) weiterzuentwickeln und ung
 reifbaren\, erweiterten Welten nachzuspüren (Henderson 1984\, S. 205). Zu
 sammenhänge mit bildgebenden Technologien bestehen etwa in den Röntgen-S
 trahlungen\, wobei schlagartig räumlich versteckte visuelle Informationen
  optisch verfügbar wurden (vgl. Henderson\, 1983\, S. 39).\nDas Nachdenke
 n über weitere räumlich-geometrische Dimensionen lädt somit auch ein zu
 m Reflektieren\, wie bildgebende Technologien und mediale Interfaces der R
 aumerschließung die menschliche Wahrnehmung erweitern\, gestalten und tra
 nsformieren. Einige Werke rund um das Thema der N-Dimensionalität sowie B
 ezüge zu virtuellen und digitalen Raumkonzepten wie dem Metaversum dienen
  im Workshop aus Ausgangspunkt\, um spielerisch und experimentell eigene R
 aumwahrnehmungskonstruktionen zu gestalten. Dabei werden Spiegel\, Transpa
 rentfolien\, Draht und Metallobjekte oder Linsen genutzt sowie die eigenen
  Digitalgeräte verbaut. Dabei gehen wir vor nach dem Prinzip DIY und Low 
 Tech – Konstrukte wie Helme oder Kopfaufsätze werden simpel gestaltet u
 nd hinterfragen dabei doch die Formbarkeit von Raum durch visuelle Medien.
  So entstehen überraschende\, spielerische\, humorvolle\, vielleicht gar 
 nutzlose oder kritische Prototypen\, die gängige\, v.a. digitale und tech
 nologisch gestützte Wahrnehmungen hinterfragen und Raumerfahrung künstle
 risch gestaltend verhandeln. Dazu können etwa Videos\, AR-Ansichten oder 
 Filter eingesetzt werden – hierbei dienen auch nicht-menschliche Raumwah
 rnehmungen als Inspiration\, etwa das Scheitel- oder Facettenauge. \nDies 
 leitet über zu dem Thema\, wie in der Lehre sowie in pädagogischen Zusam
 menhängen die vermeintlich feststehende Kategorie Raum als Material küns
 tlerisch unter neuen Sichtweisen vermittelt und beforscht werden kann. Dar
 an lassen sich auch posthumanistische Fragen anschließen nach dem menschl
 ichen Drang der Selbstoptimisierung\, der Immersion\, dem Ausgeliefertsein
  an Netzwerkmächten im Digitalkapitalismus sowie einem Perspektivwechsel 
 zu nichtmenschlichen Wahrnehmungsräumen und Lebensformen. Am Ende des Wor
 kshops werden die entstandenen Raumwahrnehmungskonstruktionen präsentiert
 \, gegenseitig ausprobiert und mit einem kleinen experimentellen Rundgang 
 durch den Campus verbunden\, um die dabei veränderte Raumwahrnehmung kör
 perlich erfahrbar zu machen.\n\nLiteratur:\nHenderson\, Linda Dalrymple (1
 983): The fourth dimension and non-Euclidean geometry in modern art. Linda
 \nDalrymple Henderson. Princeton\, N.J.: Princeton University Press.\nHend
 erson\, Linda Dalrymple (1984): The Fourth Dimension and Non-Euclidean Geo
 metry in Modern Art:\nConclusion. In: Leonardo 17 (3)\, S. 205. DOI: 10.23
 07/1575193.\nVolkert\, Klaus (2018): In höheren Räumen. Der Weg der Geom
 etrie in die vierte Dimension. Berlin\, Heidelberg:\nSpringer Spektrum (Ma
 thematik im Kontext).
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LOCATION:FLAG Pavillon
SUMMARY:Raumwahrnehmungskonstruktionen - Anja Gebauer-Negri
URL:https://konferenz.abk-stuttgart.de/spot-on/talk/USEPRT/
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