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DESCRIPTION:Die Frage nach dem Handeln mit\, in und durch Räume bildet ein
 en zentralen Referenzpunkt aktueller kunstpädagogischer Praxis und Theori
 e. 'Raum' tritt dabei nicht nur als Spezialthema etwa bild-hauerischer\, s
 kulpturaler oder objektbasierter Praktiken auf\, sondern bildet eine Art K
 notenpunkt\, der sowohl die Kunstpädagogik als auch künstlerische und ku
 nsttheoretische Perspektiven berührt. Während der Zusammenhang von Raum 
 und Bildung in der Kunstpädagogik (vgl. Winderlich 2020) und in der Erzie
 hungswissenschaft (vgl. Nugel 2017) seit Längerem diskutiert wird\, liegt
  der Fokus meist entweder auf der Entwicklung und Vorstellung konkreter Ra
 umkonzepte oder auf einer Reflexion der machtförmigen Wirkung von Räumen
 . Nur selten wird dabei den ästhetischen Wirkungen von Räumen ein eigene
 s theoretisches Gewicht eingeräumt. Wie sich ästhetische Bildungen als s
 innliche\, leibliche Erfahrungen in und durch Räume vollziehen\, scheint 
 bis heute somit merkwürdig unerforscht und wird auf Ebene der kunstpädag
 ogischen Praxis nur selten explizit reflektiert.\nIm Anschluss an diese ei
 nleitenden Überlegungen skizziere ich Möglichkeiten ästhetische Erfahru
 ngen stärker als bislang als (räumlich-)situierte zu verstehen und binde
  diese konkret an meine empirische Untersuchung von Ausstellungserfahrunge
 n zurück. Daran anschließend entwickele ich eine zweifache Wendung: zum 
 einen lassen sich so ästhetische Erfahrungen im Sinne einer "Ästhetik de
 r Situation" (Huber 2020) grundlegend an konkrete Situationen und Räume r
 ückbinden. In die Aufmerksamkeit rückt so nicht nur das Befremdungs-pote
 nzial ästhetischer Objekte\, sondern auch wie und wodurch sich dieses jew
 eils aktualisiert und an welche situativen Infrastrukturen es gebunden ist
 . Zum anderen lässt sich mit einem derart situierten Nachdenken über äs
 thetische Erfahrungen auch verstärkt nach den habituellen Grundierungen 
 ästhetischer Erfahrungen fragen. 'Räume' und 'Situationen' werden im Kon
 text ästhetischer Erfahrungen somit nicht als bloße Container oder Rahmu
 ngen aufgefasst\, sondern als konkrete Handlungsräume\, in denen Subjekte
  mit ihren habituellen Vorerfahrungen performativ agieren (vgl. Kargin 202
 6). Rezeption lässt sich damit nicht nur als notwendige Bedingung ästhet
 ischer Erfahrung konzeptualisieren\, sondern komplexes Antwortgeschehen (v
 gl. Waldenfels 2019) und als Praxis im Vollzug weitergehend reflektieren.\
 nDiese Grundlegung ist für die kunstpädagogische Praxis insofern von Bed
 eutung\, als dass sie denkbar werden lässt\, dass sich ästhetische Bildu
 ngen eben nicht nur in der Auseinandersetzung mit 'ästhetischen Objekten'
 \, quasi wie von selbst einstellen\, sondern einer spezifischen Infrastruk
 tur und Situation bedürfen und konstitutiv an Vorerfahrungen gebunden sin
 d. Die kunstpädagogische Praxis lässt sich dann im Anschluss an den "Cur
 atorial Turn" (Meyer 2014) als Praxis verstehen\, die es nicht nur mit der
  Auswahl\, Begründung und Reflexion von Lerngegenständen zu tun hat\, so
 ndern im erweiterten Sinne als eine Arbeit an den Infrastrukturen der dida
 ktischen Inszenierung und damit als performative Raum- und Situationsbildu
 ng.\n\nLiteratur\nHuber\, Hans Dieter (2020): Ästhetik der Situation. In:
  Meyer\, Petra Maria (Hrsg.): Situationen. Theorien der Situation und kün
 stlerischen Praxis. Paderborn: Brill/Wilhelm Fink. S. 99–113.\nKargin\, 
 Fatma (2026): Rollenbildung. Zu responsiv-performativen Dimensionen der Er
 fahrung künstlerischer Installationen. Bielefeld:\ntranscript.\nMeyer\, T
 orsten (2014): Für einen Curatorial Turn in der Kunstpädagogik. In: Meye
 r\, Torsten/Kolb\, Gila (Hrsg.): What's Next? Art Education. Ein Reader. M
 ünchen: kopaed. S. 220–222.\nNugel (2017): Die Erziehungswissenschaft a
 ls Raumwissenschaft. Herausforderungen durch den spatial turn. In: Casale\
 , Rita/Ricken\, Norbert/Thomson\, Christiane (Hrsg.): Die Sache(n) der Bil
 dung. Schriftenreihe der Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie in
  der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Paderborn: Ferdin
 and Schönigh. S.263-278.\nWaldenfels\, Bernhard (2019): Sinne und Künste
  im Wechselspiel. Modi ästhetischer Erfahrung. 3. Auflage. Berlin: Suhrka
 mp.\nWinderlich\, Kirsten (2020): Der Raum als Lehr-Kraft: Zum ästhetisch
 en Bildungspotenzial von Räumen. In: Kulturelle Bildung Online.\nQuelle: 
 https://www.kubi-online.de/artikel/raum-lehr-kraft-zum-aesthetischen-bildu
 ngspotenzial-raeumen [Zugriff: 14.04.2020].
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LOCATION:FLAG Pavillon
SUMMARY:Ästhetische Situierungen: Konstellation und Raumbildung nach dem "
 Curatorial Turn in der Kunstpädagogik" - Lukas Sonnemann
URL:https://konferenz.abk-stuttgart.de/spot-on/talk/BHEWZH/
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