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UID:pretalx-spot-on-FSZA7L@konferenz.abk-stuttgart.de
DTSTART:20261009T113000Z
DTEND:20261009T130000Z
DESCRIPTION:Räume sind nicht einfach vorhanden – sie werden hergestellt 
 (vgl. Ballath 2024: 137). Das beginnt in den öffentlichen Verkehrsmitteln
 \, auf der Straße und ganz sicher in Lernräumen.\nIm Alltag begegnen wir
  Raum oft als selbstverständlich\, nehmen ihn als unveränderlich\, gegeb
 en hin. In den künstlerisch-gestalterischen Fächern sehen wir grosses Po
 tential\, um Raum mit künstlerischen und gestalterischen Methoden in den 
 Blick zu nehmen.\nZiel des Workshops ist es\, klassische Raumverständniss
 e produktiv zu verlernen. Verlernen meint hier nicht\, etwas mühevoll Erl
 erntes wieder zu vergessen (vgl. Sternfeld 2014)\, sondern im Sinne eines 
 künstlerisch-reflexiven Neuansatzes\, sich den Raum als formbares\, wider
 ständiges und wirkmächtiges Material zu erschliessen.\nDer Workshop grü
 ndet auf Erfahrungen aus mehreren laufenden und abgeschlossenen Forschungs
 projekten: \n1) Commoning ländliche Baukultur. Die Baukulturexpert:innen 
 von morgen (Lea Weniger\, Gila Kolb u. a.\, 2022–2025)\, \n2) Baukulture
 lle Bildung als ästhetische Diskurspraxis (Dissertation Eva Chen\, laufen
 d) sowie \n3) Building together. Redefining Baukultur through children's p
 erspectives (SNF-gefördertes Projekt\, 2025–2029\, Gila Kolb\, Lea Weni
 ger\, Eva Chen\, Carolin Schurr u. a.). \n\nAllen Projekten gemeinsam ist 
 die Grundannahme\, dass dass (hergestellte) Räume für Menschen prägend 
 und zugleich veränderbar sind. Mittels künstlerisch-partizipa-tiver Meth
 oden werden räumliche Bedeutungen aus verschiedenen Perspektiven erforsch
 t\, verhandelt und sichtbar gemacht – sowohl auf der Ebene der Schule\, 
 der ausserschulischen Bildung und der Lehre in der Hochschule.\nIm Worksho
 p vermitteln wir nach einem kurzen Input künstlerisch informierte Formate
  und Übungen\, mit denen Räume materialbezogen\, körperlich und perform
 ativ erkundet werden können. Dabei erproben die Teilnehmenden Strategien\
 , mit denen sie Räume nicht nur wahrnehmen\, sondern künstlerisch-gestal
 terisch intervenierend befragen und neu entwerfen können. Zum Beispiel zu
  folgenden Fragen:\nWie lässt sich Raum mit dem Körper lesen? \nWelche M
 achtverhältnisse schreiben sich in Räume ein? \nWie können hegemoniale 
 Raumordnungen sichtbar und verhandelbar gemacht werden?\nDie vorgestellten
  Formate wurden sowohl für die Hochschullehre als auch für den Schulunte
 rricht konzipiert und erprobt. Sie verbinden ästhetisch-forschendes Hande
 ln mit didaktischer Reflexion und richten sich an Lehrende und Lernende al
 ler Altersstufen.\n\nLiteratur:\nBallath\, Silke (2024). Kontextspezifisch
 e (Aushandlungs-) Räume pluraler Beziehungsweisen: Ethnographie künstler
 isch-edukativer Prozesse in einem Modellprogramm. München: kopaed.\nLöw\
 , Martina (2012). Raumsoziologie. 7. Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
 \nSternfeld\, Nora (2014): Verlernen vermitteln. Hamburg: Lüdke.act
DTSTAMP:20260921T045139Z
LOCATION:FLAG Pavillon
SUMMARY:Raum erkunden\, verhandeln\, sichtbar machen - Lea Weniger\, Gila K
 olb\, Eva Chen
URL:https://konferenz.abk-stuttgart.de/spot-on/talk/FSZA7L/
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