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DTSTART:20261008T155000Z
DTEND:20261008T172000Z
DESCRIPTION:Der spekulative Workshop lädt Teilnehmende ein\, urbane Gemein
 schaft im kollaborativen Spielen unmittelbar zu erfahren. Das analoge Spie
 l verbindet „Hands on“ (spielerische Handlung\, Aushandlung\, Perspekt
 ivwechsel) mit „Minds on“ (strukturierte Reflexion und Transfer)\, wob
 ei es durch „Futures on“ den Raum eröffnet\, Utopien einer gerechten 
 Stadtkultur kollaborativ zu verhandeln. In Rollen menschlicher und nichtme
 nschlicher Akteur*innen verhandeln sie Nutzungskonflikte\, Atmosphären un
 d Zukunftsfragen urbaner Soziotope. Dabei erleben sie\, wie affektive Irri
 tation\, Rollenübernahme und kollektives Mapping nachhaltige Lernprozesse
  initiieren können. In der anschließenden Reflexionsphase wird gemeinsam
  erarbeitet\, wie das Format in unterschiedlichen Fachkulturen – von Leh
 rkräftebildung über Nachhaltigkeit bis zu sozial- und kulturwissenschaft
 lichen Kontexten – adaptiert werden kann. Der Workshop bietet einen erpr
 obten\, niedrigschwelligen Zugang zu kollaborativen Handlungspraxen.\n\nDe
 r Workshop stellt die dritte und spielerisch-angewandte Stufe der Weiteren
 twicklung einer universitätsübergreifenden Projektreihe vor\, in der äs
 thetische Forschung\, Artistic Research und spekulative Methoden im Sinne 
 einer machtkritischen\, ökologisch-sensiblen Kunstpädagogik miteinander 
 verschränkt werden. Ausgehend von den Vorgängerprojekten Urban Dreaming 
 (Brönnecke & Washausen 2025) und In-Specology (Brönnecke\, Dreinemann & 
 Washausen 2025)\, in denen urbane Räume und schulische Soziotope mit Stud
 ierenden und Schüler_innen künstlerisch-ästhetisch untersucht wurden\, 
 wird ein analoges Kartenspiel erprobt\, das teilnehmende Gruppen in ein ko
 operatives Rollen- und Aushandlungssetting versetzt. Die Teilnehmenden beg
 egnen dem urbanen Soziotop als einem von menschlichen und nichtmenschliche
 n Akteurinnen geprägten Gefüge\, dessen Atmosphären im Sinne affektiv-r
 eflexiver Erkenntnisräume (Böhme 2022) erfasst und verhandelt werden. Da
 s Kartenspiel fungiert als strukturierendes Medium\, das Perspektivwechsel
  initiiert und speziesübergreifende Bedürfnisse\, Handlungsspielräume u
 nd Konfliktlinien sichtbar macht. Durch die Übernahme verschiedener Rolle
 n – etwa Menschengruppen und urbane Tierpopulationen wie Stadttauben –
  werden Fragen der Koexistenz\, der Belastungen des Anthropozäns und der 
 Bedingungen eines zukunftsfähigen Zusammenlebens gemeinschaftlich untersu
 cht.\n\nDie Handlungsmechanismen orientieren sich an künstlerisch-forsche
 nden Zugängen wie Displacement (Brohl 2003\, 2008)\, Feldforschung (Brenn
 e 2008)\, Raumspielen und Mapping- Verfahren (Busse 2021) sowie auditiven 
 Dokumentationsformen (Rogg 2019). Diese Methoden erzeugen ästhetische Erf
 ahrungsräume\, in denen Atmosphären\, Spuren und Narrative des Soziotops
  lesbar werden und zu Aushandlungsprozessen anregen. Im Zentrum steht die 
 Frage\, wie künstlerisches Denken als situatives\, verkörpertes und refl
 exives Wissen Gemeinschaftlichkeit prägt und welche Rolle es in der Ausbi
 ldung künftiger Lehrkräfte angesichts gesellschaftlicher Unsicherheiten 
 einnehmen kann. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit den mehr-als-menschl
 ichen Dimensionen urbaner Soziotope führt zu Diskussionen darüber\, wie 
 künstlerische Lehr-Lernpraktiken auf Phänomene wachsender Ungleichheit\,
  Polarisierung und Fragmentierung reagieren\, bspw. durch Counter Mapping 
 (Busse 2021) oder etwa Gegen-Fragmentierung im Sinne des Urban-Glitch (Mit
 rović/Voigt 2025)\, und welche Formen ästhetisch-forschender Praxis unte
 r diesen Bedingungen tragfähig bleiben. Zugleich wird erprobt\, wie sich 
 kulturpädagogische Handlungsweisen weiterentwickeln können\, um zukünft
 igen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Die in der Anwendun
 g des Kartenspiels induzierten Aushandlungsprozesse eröffnen transkulture
 lle (Resonanz-)Räume (Brönnecke 2024\, Rosa 2020)\, in denen Perspektive
 nvielfalt sichtbar wird und Vorstellungen gemeinschaftlicher Verantwortung
 \, sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Relationalität verhandelt wer
 den.\n\n\nLiteratur\nBöhme\, Gernot (2022): Atmosphäre – Essays zur ne
 uen Ästhetik. 5. Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp.\nBrönnecke\, Kath
 arina/ Washausen\, Niklas (2026): Dream Machine. Urbanität und intersekti
 onale Gemeinschaftlichkeit spekulativ explorieren. In: Wiesche\,\nDavid/ P
 rzybylka\, Nicola/ Brönnecke\, Katharina/ Malmberg\, Isolde/ Zender\, Rap
 hael (Hrsg.): XR im Sport-\, Musik- und Kunstunterricht. MedienPädagogik:
 \nZeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung 68 (XR Fachdidakti
 k). S. 75-92. https://doi.org/10.21240/mpaed/68/2026.01.23.X.\nBrönnecke\
 , Katharina/ Dreinemann\, Carolin/ Washausen\, Niklas (2025): In-Specology
 \, von Tatorten und Tatendrang – Künstlerische Forschung zukünftiger S
 tadträume. In: Vision & Re-Vision. Nachhaltigkeit als Fokus künstlerisch
 er Forschung im Kontext von Kunstpädagogik. Book of Abstracts. S. 23-26. 
 https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/fachbereiche/fb9/kunstwiss
 filmkunstpaeda/Dateien/Tagung_Vision_Re-Vision/Book_of_Abstracts_Vision_Re
 -Vision_aktualisiert_15.09.2025.pdf\nBrönnecke\, Katharina (2024): About 
 Culture – Die Aufdeckung identitätsbildender Narrative durch künstleri
 sch-kommunikatives Handeln in transkulturellen\nLebenswelten. Schriftenrei
 he Kunst Medien Bildung Band 18. München: kopaed.\nBrohl\, Christiane (20
 08): Displacement als ortsbezogene künstlerische Forschungspraxis. In: Br
 enne\, Andreas (Hg.): „Zarte Empirie“: Theorie und\nPraxis einer küns
 tlerisch-ästhetischen Forschung. Kassel\, kassel university press\, S. 34
 -51.\nBrohl\, Christiane (2003): Displacement als kunstpädagogische Strat
 egie: Vorschlag einer heterotopie- und kontextbezogenen ästhetischen Disk
 urspraxis des\nLehrens und Lernens. Hamburg\, Brohl.\nBusse\, Klaus-Peter 
 (2021): RAUMSPIELE. Mapping Revisited. https://klauspeterbusse.de/onewebme
 dia/RS_MATRIX_1.1.pdf\nMitrović/Voigt (2025): Glitch(ing)! A refusal and 
 gateway to more caring techno-urban worlds?\, Digital Geography and Societ
 y\, Vol. 8. https://doi.org/10.1016/j.diggeo.2025.100115\nRogg\, Ursula (2
 019): Das Feld betreten heißt das Feld verändern. Audiodokumentation als
  Prozessbegleitung und künstlerische Bildungsforschung. München: kopaed.
 \nRosa\, Hartmut (2024): Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung. Berl
 in: suhrkamp.
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LOCATION:FLAG Pavillon
SUMMARY:Hands on – Minds on – Futures on. Ein Kartenspiel zur spekulati
 ven Aushandlung urbaner Zukunftsräume - Niklas Washausen\, Carolin Dreine
 mann\, Katharina Brönnecke
URL:https://konferenz.abk-stuttgart.de/spot-on/talk/MXRAA9/
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