08.10.2026 –, Aktsaal, Altbau
Sprache: Deutsch
There is no Silence in the Earth – so silent As that endured Which uttered, would discourage Nature And Haunt the World Begegnen wir dem Raum im Kontext von Technologie, Kunst und Pädagogik mit einer Hommage an TechnoGaia. Gemeint ist damit allerdings nicht die Personifizierung des blauen Planeten »Erde«, unser aller Lebensraum, als ein mythologisches Lebewesen - als Göttin oder Mutter - vielmehr lade ich ein, Gaia als eine sich entwickelnde Eigenschaft kennenzulernen, die wir alle teilen: die Fähigkeit zur Symbiose um gesellschaftliche Handlungsräume neu zu verstehen.
Die Biologin Lynn Margulis erklärte die Entstehung der meisten Neuerungen in der Evolution durch Symbiogenese, also der Vereinigung unterschiedlicher Organismen zu neuen Körpern. Gaia ist ihr zufolge eine gewaltige Menge interagierender Ökosysteme.
In unserer auf Individualisierung ausgerichteten Gesellschaft fällt es uns schwer Körper jenseits ihrer physiognomischen und funktionalen Differenz im sozio-kulturellen Raum begreifen.
The Symbiotic Approach versucht Gegennarrative zu erzählen, indem wir uns den Begriff aneignen und durch rituelle körperliche Übungen auf unsere Körper im Raum übertragen. Technologische Hilfsmittel wie Smartphones helfen uns, diese symbiotische Relation zu vermitteln. Mit A Praise for TechnoGaia begehen wir gemeinsam ein technologisiertes, antimythologisches Ritual für eine lebendige Erde als Hyperobject.
Carmen Westermeier ist transdisziplinäre Künstlerin und Researcher. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart. In ihrer Arbeit widmet sie sich im Wesentlichen der feministischen Epistemologie und verfolgt eine körper-politische, künstlerische Praxis. Bisher hat sie sich in ihrer Arbeit vor allem von einem forschend-kritischen Habitus leiten lassen, den sie
innerhalb der neuen Medien, der Fotografie, Video oder in Form von Installationen und Performance Kunst verfolgt.
Gezeigt wurden ihre Werke bereits in der CFA Berlin, im Kunstpalais Erlangen, im Cultural Transit, bei der Biennale der jungen Künste in Mulhouse, Frankreich oder im Hangar, Barcelona. Sie studierte Kunstpädagogik und freie Kunst an der Akademie in Nürnberg und Medienkunst an der HfG Karlsruhe. Seit 2022 ist sie akademische Mitarbeiterin an der ABK Stuttgart im Bereich der Kunstdidaktik.